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Schulexperiment: Ein Ausflug an den Rand des Weltalls

Von Gerald Winterleitner, 20. Juni 2024, 05:04 Uhr
Schulexperiment: Ein Ausflug an den Rand des Weltalls
Die Messkapsel schwebt bereits einen Meter über dem Boden. Bild: win

KLEINRAMING. Jugendliche der MS Ramingtal bauten in Eigenregie eine Sonde mit Wetterballon, der erst in mehr als 36 Kilometern Höhe platzte

Die sonnenbebrillten Köpfe von Schülern, Lehrern und zahlreichen Eltern reckten sich gestern, Mittwoch, kurz vor 10 Uhr bereits Richtung Himmel, als sich ein Raunen über dem Sportplatz der Mittelschule Ramingtal Platz verschaffte: Genau in jenem Moment, in dem das Okay von AustroControl und Bundesheer für den Start des Wetterballons eingetroffen war, trieb ein Windstoß die bereits schwebenden Messinstrumente in Richtung der mehrere Meter hohen Umzäunung.

Das Team rund um Projektkoordinator Gerald Ehegartner blieb ungeachtet dessen cool. Behutsam wurden Ballon und Instrumente in einen passenden Bereich gezogen, dann begann der mit mehr als 4000 Liter Helium gefüllte Wetterballon in Richtung Weltraum zu steigen und entzog sich langsam den Blicken des staunenden Publikums.

Es sei ein bisher einzigartiges Erlebnis, dass die Schule mit diesem wissenschaftlichen Experiment ihren Jugendlichen biete, sagt Ehegartner: "Nach einer Idee von Manuel Nedbal, dem Vater eines unserer Schüler, haben wir diese mit einer Fülle an Technik ausgestattete Sonde an einem Ballon in die Stratosphäre auf voraussichtlich 36.000 Meter Höhe steigen lassen."

Freude an Forschung wecken

Laut Berechnungen mittels Stratoflight-App hätte der Wetterballon, nachdem er sich auf das vierfache Volumen ausgedehnt hat, nach rund zwei Stunden platzen sollen. Weitere 45 Minuten später hätte die an einem Fallschirm befestigte Sonde mit GPS-Trackern, Luftmess-Instrumenten, UV-Sensoren, Kamera und jenem Teil, in dem physikalische und chemische Experimente durchgeführt werden, im Raum Zwettl im Waldviertel landen sollen, wo sie ein Suchteam auflesen wollte. Doch auch hier funkte das Schicksal als Spaßvogel und Spielverderber dazwischen, wie Ehegartner nach viereinhalb Stunden der Steyrer Zeitung mitteilte: "Die Vorhersagen waren leider falsch. Der Ballon ist länger und höher gestiegen, nun soll er im Linzer Raum landen." Er war mit dem Suchteam allerdings schon im Yspertal nördlich von Ybbs unterwegs gewesen.

Schulexperiment: Ein Ausflug an den Rand des Weltalls
Projektkoordinator Gerald Ehegartner (l.) erklärt Schülern und Eltern, wie der Wetterballon in die Stratosphäre aufsteigt und was alles beim Projekt gemessen wird. Bild: win

Ungeachtet dessen waren die Schüler, die die Sonde mit allen Instrumenten in Eigenregie zusammengebaut hatten, vom Experiment begeistert: "Wir haben dabei sehr viel gelernt", sagt die 13-jährige Hannah Mitteramskogler aus St. Peter: "Etwa was mit den Flüssigkeiten in den Reagenzgläsern in der Stratosphäre passiert." Er erwarte sich spektakuläre Bilder von der Erde, sagt der 15-jährige Josef Haas aus St. Ulrich: "Und ich bin schon gespannt, welche Auswirkung die Strahlung auf die Schwammerl hat, die wir mit rauf ins Weltall geschickt haben."

"Die Schüler erhalten keine fertigen Fakten vorgelegt, sondern sie lernen die Fähigkeit, Hypothesen zu diesem Projekt aufzustellen und zu überprüfen", sagt Manuel Nedbal, "es soll die Begeisterung für Forschung und Experimentieren geweckt werden. Das wird immer wichtiger und drängt den häufig deprimierenden Frontalunterricht ein wenig zurück."

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Autor
Gerald Winterleitner
Lokalredakteur Steyr
Gerald Winterleitner
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1  Kommentar
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soistes (832 Kommentare)
am 20.06.2024 09:45

Hoffentlich finden sie die Sonde!

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