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Steyr

Rallye-Fahrer fuhr in der Seifenkiste allen davon

Von Hannes Fehringer 17. Juni 2019 00:04 Uhr

Rallye-Fahrer fuhr in der Seifenkiste allen auf und davon
Mehr als 30 Piloten wagten die Abfahrt durch die Pfarrgasse.

STEYR. Josef Stigler bewältigte im "Null-PS-Boliden" Schikane und Rutschpflaster als Tagesbester.

"Wer bremst, verliert", spaßte Raiffeisenbankdirektor Andreas Schmidbauer, bevor er mit seinem Seifenkistenwagen von der Rampe auf einem Sattelschlepper-Anhänger abgelassen wurde. "Wer nicht bremst, verliert auch", fügte er hinzu, nachdem er in der Pfarrgasse mit seinem Gefährt einen Reifenstapel streifte und sich die Achse am hängengebliebenen Vorderrad verbog. Die Streckenposten mussten das havarierte Gefährt von der 212 Meter langen, mit 450 Strohballen gesäumten Strecke in eine Geschäftspassage hieven. Totalschaden – Schmidbauer war im zweiten Durchgang des Seifenkisten-Rennens nur noch Zuschauer, das Club Steyr 41 und Round Table Club Steyr am Samstagabend zum vierten Mal veranstalteten. "Diese tolle Veranstaltung dient einem sozialen Zweck", sagte Schmidbauer, "aber natürlich ist auch Ehrgeiz dabei." Noch dazu, wenn die mehr als 30 Piloten in den Cockpits der nur mit Schwerkraft betriebenen und ungefederten Autos über das Kopfsteinpflaster mächtig gerüttelt und geschüttelt wurden. Einer, den die nach einem Gewitterregen Rutschpartie des ersten Laufes nicht beeindruckte, war der aus dem Rallye-Sport erfahrene Teamleader des Rennstalles "Stigler Copyshop": Josef Stigler nahm in beiden Durchgängen über 16 Meter Höhenunterschied am meisten Fahrt auf und steuerte seinen Boliden präzise durch Schikane und Steilkurve zur Tagesbestzeit von 56,34 (28,36; 27,98). "Raiffeisenbank-Racer" Helmut Kaiser (59,66) fehlten in der Endabrechnung mehr als drei Sekunden auf den Sieger, nur eine Hundertstel dahinter holte sich Sebastian Hilgärtner (Team Stigler) als Dritter einen eingravierten Pflasterstein. Manuela Sprung wurde mit 58 Kilogramm nicht nur als das Leichtgewicht im Starterfeld geehrt, sondern hatte sich als Siegerin der Damenwertung (60,98) mit ihrem Fahrkönnen in einer Männerdomäne behauptet. Organisationschef Othmar Riepl freute sich nicht nur über neuen Streckenrekord, sondern auch über Sponsoreinnahmen, mit denen sozial Bedürftigen wieder geholfen werden kann.

Artikel von

Hannes Fehringer

Lokalredakteur Steyr

Hannes Fehringer
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