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Nicht der Teufel macht in Venedig Steine zu Brot

Von Hannes Fehringer, 23. Juni 2024, 18:49 Uhr
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Bildergalerie Groß ist der Andrang zur Ausstellung mit Lindenbauer.
Groß ist der Andrang zur Ausstellung mit Lindenbauer.  Bild: Lindenbauer

WEYER, VENEDIG. Nicht im Österreich-Pavillon,  sondern auf Einladung des "European Cultural Centres" stellt der Weyrer  Künstler Alois Lindenbauer bei der Biennale Istallationen aus, in denen sich die Natur zur Nahrung wandelt.

 In der Bibel führt der Satan Jesus nach vierzigtägiger Fastenzeit in Versuchung, vor Hunger Steine in Brot zu verwandeln. Der Heiland widersagt dem Teufel. Aber irgendwie bergen auch Gestein und Geröll schon Nahrung in sich, glaubt der Weyrer Bildhauer Alois Lindenbauer felsenfest. Weil auch vermeintlich taubes Gestein die stoffliche Grundlage für Leben ist, schnitt er Geschiebesteine aus dem Ennsfluss auf, umrandete sie mit goldenem Tellerrand und richtete sie zur Tafelrunde an.

Die Installationen des Ennstaler Künstlers, der sich zeitlebens mit den Verwandlungen und Wirkprozessen in der Natur beschäftigt hat, gehen bei Ausstellungen um die Welt, nicht immer bemerkt von der österreichischen Kunstszene. Jetzt ist Lindenbauer unter anderem mit seiner Steinplatte sogar bei der Biennale in Venedig, der größten und ältesten Kunstausstellung der Welt, vertreten. Lindenbauer kann seine Begeisterung, im historischen Palazzo Mora seine 14-teilige Installation "Nahrung Natur" zeigen zu dürfen, nicht verhehlen: "Das ist sicherlich ein Höhepunkt meiner künstlerischen Tätigkeit."

Eingeladen zur Biennale hat den Oberösterreicher das im Jahr 2002 vom niederländischen Künstler Rene Rietmeyer gegründete "The European Cultural Centre", das in Venedig nicht nur eigene Künstler ausstellt, sondern auch nationale Pavillons wie von Kuwait, den Seychellen, der Mongolei, Mozambique, Pakistan und den Philippinen kuratiert und organisiert hat.

Viele Anfragen an den Künstler

Lindenbauer hat auf dem Ticket des European Cultural Centres jedenfalls schon viel Aufsehen bei den Besucherströmen erhalten, die sich seit 20. April durch die Ausstellungen drängen. Die Auseinandersetzung mit der vermeintlichen toten Materie, die in anderer Form aber auch wieder Quelle des Lebens und somit Nahrung ist, trifft offenbar in Zeiten des Klimawandels und der globalen Umweltbedrohung den Nerv der Menschen. "Ich bin überwältigt von den Anfragen und Kontaktaufnahmen hier", berichtet Lindenbauer aus Venedig. Noch bis 24. November werden die aufgeschnittenen Steine, die auf dem runden Tablett serviert werden, Teil der Biennale sein, die an diesem Tag wieder ihre Pforten schließt.

Internationaler Austausch

Sehr bereichernd findet der Weyrer den internationalen Austausch unter Künstlerkollegen auf der großen Bühne, die die Biennale bietet. An der Ausstellung des European Cultural Centres in den Marinaressa Gardens im Palazzo Mora, bei der auch Lindenbauers Werk zu sehen ist, sind mehr als 200 Kunstschaffende aus aller Welt beteiligt.

Alois Lindenbauer, für den Künstler, der in der Heimat in Weyer den Altar und Taufort der Kirche schuf, ist die Biennale ein Glücksgefühl

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Autor
Hannes Fehringer
Lokalredakteur Steyr
Hannes Fehringer

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