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Jeremy hat Appetit auf Döner und Touchdowns

AMSTETTEN. Headcoach der Thunder hatte für die AFL Receiver Jeremy Cornelius im Visier. Der unterschrieb und spielte sofort.

Jeremy hat Appetit auf Döner und Touchdowns

Jeremy Cornelius, Wide Receiver Bild: www.sabrinawaldbauer.com

Die Wienerwald Thunder Amstetten unterlagen zwar bei ihrem Debüt in der Austrian Football League (AFL) Meister Swarco Raiders 7:48, aber manche Spielzüge und der erste Touchdown sahen schon ganz nach einer Offense im American Football aus. Mittendrin im Geschehen und nicht nur dabei: der neue Wide Receiver Jeremy Cornelius, mit dem Headcoach Gerry Woodruff den Mostviertler Bundesligisten neben dem deutschen Runningback Patrick Poetsch verstärkt hatte.

Cornelius kannte das Leben in Europa schon. In der vergangenen Saison spielte er bei den Berlin Bears, ehe der 27-jährige Amerikaner wieder nach Harrisburg in Pennsylvania zurückkehrte. In den USA hatte er den Gitterhelm das erste Mal in der Bishop McDevitt-Highschool über den Kopf gestülpt, dann musste er sich als gleichermaßen begabter Leichtathlet entscheiden. Cornelius blieb beim American Football, stürmte zuerst in der Division 1 für die Purdue University und dann für das Team der Lock Haven University.

Kaum in den USA zurück, packte den Spieler, der sich mit Akribie auf die Matches vorbereitet, schon wieder das Fernweh nach Europa. Wie ein Geschenk des Himmels war es für Cornelius, als sich am Telefon Gerry Woodruff bei ihm meldete. Der 27-jährige Receiver empfand die Anfrage als alles andere als eine Rasterfahndung: "Das war kein Copy-and-paste-Verfahren, wie es das in der Branche gibt, sondern von Anbeginn eine seriöse Angelegenheit", sagt Cornelius. Als er von dem Headcoach erfuhr, dass er bei einem Aufsteiger spielen sollte, war die Motivation, die Koffer zupacken, noch viel größer: "Die Herausforderung gefiel mir, und ich konnte das Angebot nicht ablehnen."

Besonders habe er schon Heißhunger auf das europäische Fastfood gehabt, gestand Cornelius ein: "Döner war das Leckerste, das ich seit Jahren probiert habe", erinnerte er sich an die Imbissbuden in Berlin, "ich hoffe, ich kann in Österreich wieder Döner essen." Kann er. Denn in Amstetten gibt es in er türkischen Community ein paar ganz hervorragende Lammfleisch- und Putenfleischbrater. "Wir werden aber auch unseren Bildungsauftrag ernst nehmen und ihm die Schmankerl von unserem Hauptsponsor ans Herz legen", sagt Quarterback Lukas Kerschbaummayr. In der Restaurantkette werden traditionelle Wiener Schnitzel, Tafelspitz, Zwiebelrostbraten aus der gutbürgerlichen österreichischen Küche serviert. Bei der Premiere gegen die Swarco Raiders hat Cornelius mit seinem Quarterback schon bei einigen Spielzügen gut harmoniert, die beiden verstehen einander nicht nur auf dem Rasen.

Mit seinem neuen Wide Receiver, der sein Handwerk, lange Pässe zu fangen und in die Endzone zu bringen, in Universitätsmannschaften in den USA gelernt hat, rechnet sich Headcoach Woodruff mehr Treibkraft in der Offense aus. Nächster Gegner sind die Prague Black Panthers, die die Thunder am 30. März in der tschechischen Hauptstadt empfangen. Auch gegen die Panthers aus Prag ist die Favoritenrolle klar vergeben, die Mostviertler sind Außenseiter. "Wichtig ist immer das nächste Spiel", sagt Cornelius, "man soll sich nur darauf fokussieren. Am Ende der Saison hat man dann das Ergebnis automatisch."

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Artikel Hannes Fehringer 22. März 2019 - 00:04 Uhr
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