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Eisenstraße will rasch ein Konzept für den Ötscher

Von Hannes Fehringer  30. November 2021 00:04 Uhr

Eisenstraße will rasch ein Konzept für den Ötscher
Lackenhof sperrt zu.

WAIDHOFEN, GAMING. Pisten, die bretteleben oder Steilhänge sind, dazu eine Gastronomie, die seit Jahren zu wünschen übrig ließ: Im Vorstand der NÖ. Eisenwurzen ist die Verwunderung nicht groß, dass die Hinterstoder-Wurzeralm Bergbahnen AG (Hi-Wu) als Haupteigentümer am vergangenen Freitag bekannt gab, die Ötscherlifte in Lackenhof (Gemeinde Gaming) aufzulassen und heuer gar nicht mehr anzulassen.

Im Zuge der Budgeterstellung im Umfeld des Corona-Lockdowns sei man zum Schluss gekommen, dass der Liftbetrieb am Ötscher "nicht mehr wirtschaftlich zu führen ist", bestätigte Hi-Wu-Geschäftsführer Helmut Holzinger den OÖNachrichten: "Ich kann nicht kerzengerade auf eine Zahlungsunfähigkeit hinfahren und ein arges Defizit anpeilen."

Dass unter den jetzigen Gegebenheiten am Ötscher "wirtschaftlich nichts geht", versteht auch der Waidhofner Bürgermeister und Obmann der NÖ. Eisenstraße Werner Krammer (VP). Gerade im Sommer sei es aber für den Tourismus eine schwere Behinderung, wenn für die Wanderer kein Sessellift mehr auf den Großen Ötscher ginge. "Wir brauchen eine Gewaltanstrengung, rasch ein Konzept auf die Beine zu stellen", sagt Krammer. Die Hi-Wu hat die Behördenauflage, nach der Schließung die Liftanlagen abzubauen.

Holzinger glaubt an einen Spielraum: "Der Abbau muss geschehen, aber wahrscheinlich nicht gleich von heute auf morgen." Für die Hi-Wu trug der Sommerliftbetrieb nur ein Zehntel des Gesamtumsatzes in Lackenhof bei.

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Hannes Fehringer

Lokalredakteur Steyr

Hannes Fehringer

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