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Steyr

Abverkauf von "altem" Käse, der zuvor verteuert wurde

Von Gerald Winterleitner  17. Januar 2020 00:04 Uhr

Abverkauf von "altem" Käse, der zuvor verteuert wurde
Der Käse wurde am Ende der Mindesthaltbarkeit um 50 Prozent preisreduziert, zuvor wurde der Preis erhöht und unsichtbar überklebt. Das ärgerte eine Merkurmarkt-Kundin.

STEYR. Kundin fühlt sich von Supermarkt betrogen, weil Schnäppchen "heimlich" neu etikettiert wurde. Rewe bedauert die Verwirrung.

Die Lockangebote für Schnäppchenjäger sind etwa aus der Möbel-, Textil- oder Sportartikelbranche wohlbekannt. Teils extra für den Abverkauf produzierte Ware wird vermeintlich günstig verschleudert, obwohl es die "Statt-Preise" so häufig nie gegeben hat.

Warenabverkauf ist auch in Supermärkten immer häufiger zu finden. Lebensmittel werden vor Erreichen des Ablaufdatums um ein Viertel bis zur Hälfte des Ursprungspreises abgeben. Eine an sich lobenswerte Praxis, da Lebensmittel zu wertvoll sind, um einfach gedankenlos weggeschmissen zu werden.

Stammkundin Petra W. (Name von der Redaktion geändert) aus Steyr freute sich daher, als sie in ihrem in der Pachergasse beheimateten Geschäft einen um 50 Prozent ermäßigten Rohmilch-Hartkäse entdeckte. Was sie beim Kauf des köstlichen Schnäppchens jedoch noch nicht wusste: Der Käse war zuvor noch frisch etikettiert worden. Für die Kundin nicht ersichtlich wurde der Preis um 25 Prozent angehoben, danach fein säuberlich überklebt. Nur durch Zufall löste sich dann beim Öffnen des Käses der untere Abschnitt des Etikettes ab und der an sich richtige Preis kam zum Vorschein: "Diese Praxis ist nicht korrekt, da fühle ich mich betrogen. Freunde macht man sich so keine", spielt sie auf die Werbelinie des Supermarktkette an.

Möglicherweise habe ein Mitarbeiter zuvor einen falschen Preis aufgeklebt, sie werde dem Fall sofort nachgehen, sagt Yulia Rammer, die sehr bemühte, freundliche Filialleiterin des Merkurmarktes in Steyr. Näheres könne sie dazu aber nicht sagen.

Es sei bedauerlich, die Kundin verwirrt zu haben, sagt Rewe-Pressesprecherin Susanne Moser-Guntschnig: "Bei dem Preis vom ersten Etikett hat es sich um einen Aktionspreis gehandelt. Danach hat die Kollegin im Markt korrekt wieder den regulären Preis und zusätzlich einen 50-Prozent-Sticker angebracht, da das Ende des Mindesthaltbarkeitsdatums nahte." Man werde der Kundin aber gerne einen Gutschein zur Verfügung stellen.

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