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Steyr

Zwei Königinnen haben Peter Haslhofer fest in ihrer Hand

Von Gerald Winterleitner   18. September 2017 00:04 Uhr

Zwei Königinnen haben Peter Haslhofer fest in ihrer Hand
Ein überaus glückliches Züchterpaar: Theresia Dietl und Peter Haslhofer

MICHELDORF. Der 42-jährige Micheldorfer zählt zur Elite der Dahlienzüchter.

"Wenn man etwas mit Freude macht, passt es", sagt Peter Haslhofer und strahlt übers ganze Gesicht, "wer mit wenig zufrieden sein kann, der lebt glücklich."

Gar so wenig ist es aber nicht, das der Gärtner aus Micheldorf als Glückselexier vorzuweisen hat. Er ist vielmehr zwischen zwei Schönheiten hin und her gerissen: Auf der einen Seite ist da Theresia Dietl, die Königin seines Herzens, mit der er seit 16 Jahren liiert ist und einen 14-jährigen Sohn hat. Andererseits gilt Haslhofers Leidenschaft seit 25 Jahren der Königin des Herbstes: Dahlien in allen Farben, Formen und Größen – 32 Zentimeter im Blütendurchmesser misst seine größte Züchtung und leuchten auf einer Anbaufläche von 6000 Quadratmetern. Insgesamt hat das Gärtnerpaar von rund 350 Sorten 14.000 Stück angebaut. Daneben gedeihen auf einem Sämlingsacker weitere 2000 Stück, aus denen 20 bis 50 Sorten entstehen werden.

Das ganze Jahr "Urlaub"

"Für mich ist das Hobby und Leidenschaft zugleich", sagt Haslhofer, der kürzlich bei der Gartenausstellung in Berlin trotz stärkster Konkurrenz abgeräumt hat und 38-fach vergoldet wurde, "aber die Resi und ich, wir leben das."

Und dieses Leben heißt häufig: Arbeit. Dahlien wollen gepflegt werden, damit sie üppig gedeihen. "Früher habe ich meine Dahlien bei den Holländern bestellt, jetzt schicke ich meine Sorten dort hin", sagt der Micheldorfer, der einer der wenigen in Österreich ist, die sich intensiv mit diesen Blumen beschäftigen, "das macht schon stolz."

Zwei Königinnen haben Peter Haslhofer fest in ihrer Hand
Die Vielfalt und Farbenpracht von Dahlien ist faszinierend. In Peters Gärtnerei gibt es davon 350 Sorten zu bewundern.

Zu tun gibt es in der Gärtnerei das ganze Jahr über viel. Im Jänner beginnt der "Ein-Mann-eine-Frau"-Betrieb mit der Anzucht der Balkonpflanzen, im Dezember endet das Arbeitsjahr mit dem Verschicken der Dahlien-Knollen. Dazwischen wird gepflanzt und gedüngt, gegossen und gezüchtet, ausgegraben und etikettiert. "Will man die Sorten reinhalten, dann gibt es mit Dahlien schon was zu tun", sagt Haslhofer, "aber eigentlich leben wir in dieser Blütenpracht ja das ganze Jahr über unseren Urlaub."

Für Hobbygärtner hat Haslhofer übrigens einen Tipp: "Die Knollen einer Dahlie dürfen maximal faustgroß sein, damit die Pflanze üppig blüht. Daher sollte die Knolle immer rechtzeitig geteilt werden."

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