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Wo Stadtmenschen ihr eigenes Gemüse ernten

STEYR. Das Angebot an Gemeinschaftsgärten in Steyr wächst. Die hiesigen Grün-Politiker wollen noch mehr Angebote.

Wo Stadtmenschen ihr eigenes Gemüse ernten

In einem Gemeinschaftsgarten mietet man sich ein Beet, baut unter fachkundiger Anleitung Gemüse und Obst an – und darf auf reiche Ernte hoffen. Bild: Weihbold

Geht es nach den Steyrer Grünen, sollen innerhalb der Stadtgrenzen bald weitere Flächen für Gemeinschaftsgärten zur Verfügung stehen. Die Fraktion um Grünen-Chef Kurt Prack bringt in der morgigen Gemeinderatssitzung einen entsprechenden Antrag ein. Das allererste Ziel: Ähnlich wie auf dem Resthof soll auf dem Areal hinter dem Alten- und Pflegeheim Ennsleite die Möglichkeit für Biogarten, der gemeinschaftlich genutzt wird, geschaffen werden, ebenfalls in Münichholz.

Nahe gelegen ist am besten

"Der Gemeinschaftsgarten auf dem Resthof funktioniert gut", sagt Prack auf Anfrage der Steyrer Zeitung. Sinnvoll ist ein solches Angebot freilich nur, wenn die Hobbygärtner nicht allzu weit und am besten zu Fuß ihr Gartenbeet erreichen können.

Der Bio-Gemeinschaftsgarten an der Infangstraße wird von der Firma Morgentau Gärten betreut und an Interessenten weitervermietet. Der Betrieb mit Sitz in Hofkirchen könnte auch den möglichen Gemeinschaftsgarten auf der Ennsleite leiten und den Beete-Mietern mit Rat und Tat zur Seite stehen.

Auch Vizebürgermeister Wilhelm Hauser, SPÖ, steht weiteren Gemeinschaftsgärten positiv gegenüber – weil es sich dabei um ein sinnvolles Angebot für die Bürger handle. Der Antrag der Grünen geht ihm aber zu weit. "Dass ich als Liegenschaftsreferent zu privaten Grundbesitzern gehe und anfrage, ob sie ihren Grund für Urban Gardening zur Verfügung stellen wollen, das ist nicht meine Aufgabe." Gehe hingegen eine Anfrage ein, ob eine Firma wie Morgentau öffentlichen Grund nutzen kann, werde man sich das anschauen und gegebenenfalls Pacht- bzw. Mietverträge vorbereiten.

Bei den Morgentau-Gärten, die von Biobauer Christian Stadler gegründet wurden und auch in anderen Städten Oberösterreichs etabliert sind, handelt es sich um ein sehr niederschwelliges Angebot. Die Interessenten mieten sich Beete in der Größe von 20, 40 oder 60 Quadratmetern. Dort können sie unter fachkundiger Betreuung Biogemüse anbauen, das ihnen zur Verfügung gestellt wird. Die Preise pro Beet und Saison liegen zwischen 137 und 437 Euro.

Ein ähnliches (Bio-)Konzept verfolgt Julia Michlmayr-Gomenyuk auf dem Fuxengut. Der Gemeinschaftsgarten, den die studierte Landschaftspflegerin beetweise zur Miete anbietet, liegt direkt an der Gemeindegrenze zu Garsten. Hier kosten die Beete pro Saison 200 (für 40 Quadratmeter) und 300 (für 60 Quadratmeter). Gartengeräte und Wasser werden zur Verfügung gestellt.

In Gleink befindet sich ein interkultureller Gemeinschaftsgarten. Auch zahlreiche Kleingartensiedlungen gibt es in Steyr.

Gemeinschaftsgärten

Der Boom der innerstädtischen Gemeinschaftsgärten, die professionell betreut werden, hat nun auch auf Steyr übergegriffen. Hier die drei ersten Projekte auf einem Blick:

Steyrs erster „Morgentau“-Garten befindet sich an der Infangerstraße, Resthof. Die Beete, auf denen Biogemüse angebaut und geerntet werden kann, sind je nach Bedarf 20, 40 oder 60 Quadratmeter groß. Die Kosten dafür belaufen sich pro Saison auf 137 Euro (20 m² Quadratmeter Standard-Beet) bis zu 437 Euro (60 m² Premium-Beet). Alle Infos gibt es auf www.morgentaugaerten.at.

Im Fuxengut (an der Gemeindegrenze zwischen Steyr und Garsten) bietet die studierte Landschaftsplanerin Julia Michlmayr-Gomenyuk Selbsterntegärten an. Ein Info-Nachmittag findet am Sonntag, 2. April, statt. Näheres dazu auf www.fuxengut.at.

Im Stiftsgarten Gleink wurde ein interkultureller Gemeinschaftsgarten angelegt. Hier soll es auch zu einem Austausch zwischen Menschen verschiedener Herkunftsländer kommen. Infos dazu gibt es im Integrationszentrum Paraplü.

 

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Artikel Kurt Daucher 22. März 2017 - 02:29 Uhr
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