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Was tun, wenn das Gefängnis bald völlig leer steht?

STEYR. Jene Gebäude an der Berggasse, in denen bis Ende des 18. Jahrhunderts die Coelestinerinnen gelebt und gebetet haben, leeren sich zusehendes.

Die Außenstelle der Justizanstalt Garsten wird nicht mehr genutzt. In der Volksschule Berggasse, die mit der Volksschule Promenade zusammengelegt wurde, findet kein (Vormittags-)Unterricht mehr statt. Lediglich das Anhaltezentrum der Steyrer Polizei ist noch in Betrieb. Aber auch das könnte bald schon aufgelöst werden.

Mit dem Zuwachs an Leerstand mehren sich nun wieder Ideen für eine künftige Nutzung des ehemaligen Klostergebäudes, das sich zur Gänze im Besitz der Stadt befindet. Von einer Stadtgalerie ist ebenso die Rede wie davon, aus dem Gefängnis ein Hotel zu machen.

Großes Gebäude, gute Lage

Während Bürgermeister Gerald Hackl, SPÖ, sich noch sehr zurückhaltend mit Nutzungsprognosen zeigt, wird Markus Spöck, Fraktionsobmann des Wahlbündnisses ÖVP/Bürgerforum, deutlich konkreter. Er könnte sich etwa vorstellen, dass die Jugendherberge von der Ennsleite ins Haus an die Berggasse übersiedelt wird. "Es nächtigen ja großteils Schulklassen in unserer Jugendherberge, die sich die Innenstadt anschauen wollen", sagt er. Dafür sei der Standort auf der Ennsleite aber fast zu abseitig gelegen. Ein Umbau des Gefängnisses in einen Beherbergungsbetrieb, der nicht gleich ein Vier- oder Fünf-Sterne-Hotel ist, sei durchaus realisierbar.

Auch für eine Galerie sei die Liegenschaft, die sich über insgesamt fünf Hausnummern erstreckt (inklusive Altes Theater) sehr gut geeignet: "Wir nutzen Teile der Bergschule ja jetzt schon als Zwischenlager für Bestände aus dem Stadtmuseum." Diese öfter einmal auch öffentlich herzuzeigen, wäre ein logische Konsequenz.

Bürgermeister Hackl will sich mit der Konkretisierung von Ideen fürs Haus Berggasse 4 bis 12 noch etwas Zeit lassen. Er sei vom zuständigen Ministerium zwar schon vorinformiert, dass der Mietvertrag fürs Gefängnis in absehbarerer Zeit gekündigt werde, sagt er. Derzeit werde die Miete aber nach wie vor gezahlt. Hinsichtlich Nachnutzung sei jedoch zu bedenken, dass die Gebäude unter Denkmalschutz stehen. Große Umbauten seien also nicht möglich. Darüber hinaus zeige er sich durchaus offen für Vorschläge. Auch das Haus zu verkaufen, sei eine Option.

Im Anhaltezentrum der Polizei (Haus Berggasse 8) ist Platz für maximal 16 Personen. Beim Großteil der Insassen handelt es sich um Leute, die eine Ersatzstrafe (etwa für nicht bezahlte Verkehrsstrafen) absitzen, oder solche, die nach einer Ordnungsstörung eine Nacht lang ihren Rausch hinter Gittern ausschlafen müssen.

Im ehemaligen Kloster an der Berggasse befindet sich auch ein schöner Innenhof, den in den vergangenen Jahrzehnten nur die Gefängnisinsassen sowie deren Aufpasser zu sehen bekommen haben.

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Artikel Kurt Daucher 29. August 2016 - 00:04 Uhr
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