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Vom Höhentraining direkt zum EM-Marathon

STEYR. Valentin Pfeil freut sich auf seinen 42 Kilometer-Lauf durch Berlin. Die Achillessehne des Steyrers ist wieder heil.

Vom Höhentraining direkt zum EM-Marathon

In 2:14,50 Stunden absolvierte Valentin Pfeil den Vienna City Marathon 2017. So schnell wird er im hochsommerlichen Berlin wohl kaum sein. Dafür braucht er keine Handschuhe. Bild: SEPA.Media | Johannes Schedl

Die Vorfreude auf seinen Auftritt bei den Leichathletik Europameisterschaften ist groß bei Valentin Pfeil. Der erfolgreiche Langstreckenläufer aus den Reihen des Lac Amateure Steyr tritt diesen Sonntag beim EM-Marathon an.

Die 42,195 Kilometer, die auf einem Rundkurs durch die Berliner Innenstadt zu absolvieren sind, dürften zwar eine schweißtreibende Angelegenheit werden. Für Pfeil wiegt aber die Tatsache, dass er nach seiner Achillessehnenverletzung wieder fit ist, deutlich mehr. "Ich bin jetzt ein ganzes Jahr lang keinen Marathon mehr gelaufen", so der 30-Jährige. Noch im Winter habe es danach ausgeschaut, dass er gar die gesamte Freiluftsaison 2018 abschreiben müsse.

Wetter bestimmt das Tempo

Für Pfeil wird der Antritt in Berlin auch zum Experiment. Erstmals nämlich hat er bis kurz vor dem Bewerb ein Höhentrainingslager absolviert. "Ich war in St. Moritz. Da habe ich mich fast eineinhalb Monate lang ohne Unterbrechung vorbereiten können", sagt er. Wie sich das Training auf 1800 Metern Seehöhe so unmittelbar auf ein Rennen auswirkt, kann er nicht beantworten. "Man muss aber auch einmal etwas riskieren", sagt er. Aber es gäbe positive Beispiele. Der deutsche Radfahrer Maximilian Schachmann hat beim EM-Einzelzeitfahren in Glasgow überraschend Bronze geholt. Er war ebenfalls kurz nach dem Höhentraining an den Start gegangen. Über seine Ziele traut sich Pfeil selbst noch keine Angaben machen. "Was die Zeit angeht, hängt das sehr vom Wetter ab", erklärt er. Außerdem: Im Marathon setze man sich konkrete Ziele ohnedies erst, wenn man die ersten 30 bis 35 Rennkilometer hinter sich hat.

Ein kleines bisschen Heimvorteil

Das Pfeil in Berlin fast so etwas wie Heimvorteil genießt, hat private Gründe. Seine Verlobte ist Berlinerin. Auch seine Eltern, die Tierärzte Christiane und Leopold Pfeil, werden an der Strecke stehen und ihn persönlich anfeuern. Die Runde, die die Läufer vier Mal zu absolvieren haben und die auch durchs Brandenburger Tor führt, gilt als überaus flach und daher – abgesehen von den aktuellen Temperaturen – als entsprechend einfach. "Es ist pro Runde auch nur eine Kehre drinnen. Bei der WM in London vor einem Jahr haben wir gleich fünf davon gehabt."

Österreich ist beim EM-Marathon der Männer mit gleich vier Athleten vertreten. Das macht das Rennen, das unter anderem von ORF Sport plus live übertragen wird, zusätzlich interessent. Einerseits geht es um die mannschaftsinterne Rangordnung. Zum anderen strebt das rotweißrote Quartett einen guten Platz in der Teamwertung an.

Der Start zum Rennen erfolgt um 10 Uhr. Beim Wien-Marathon im Vorjahr ist Pfeil bei deutlich kühleren Temperaturen eine Zeit von 2:14,50 Stunden gelaufen.

 

Valentin Pfeil zählt zu den aktuell besten Langstreckenläufern Österreichs. Beim Vienna City Marathon 2017 erzielte der 30-jährige Steyrer seine bislang schnellste Zeit über 42,195 Kilometer, nämlich 2:14,50 Stunden.

Der EM-Marathon 2018 ist Pfeils vierter Lauf über diese Distanz. Auch beim WM-Marathon in London war er voriges Jahr mit dabei – und wurde 23. Heuer ist Pfeil, der für den LAC Amateure Steyr aktiv ist, noch keinen Bewerb gelaufen. Den Winter über musste seine verletzte Achillessehne heilen.

Der Lauf in Berlin findet am Sonntag, 12. August, statt. Start: 10 Uhr. Die Zehn-Kilometer-Runde, die auch durchs Brandenburger Tor führt, muss vier Mal absolviert werden. Für die vierte Runde ist eine Zusatzschleife vorgesehen.

Auch im Fernsehen gibt es den EM-Marathon zu sehen. Nebst anderen Sendern übertragt ORF Sport plus den Bewerb live.

Im Teambewerb tritt Pfeil zusammen mit Peter Herzog, Lemawork Ketema und Christian Steinhammer für Österreich an. Für die Wertung zählen die drei besten Zeiten.

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Artikel Kurt Daucher 10. August 2018 - 00:04 Uhr
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