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Streetwork-Projekt: Junge Steyrer machen (sich) ein Bild vom Bahnhof

Von Gerald Winterleitner, 30. Mai 2017, 11:21 Uhr
Ivana (l.) und Sabrina gehören zu den ersten Steyrer Jugendlichen, die sich am Streetwork-Projekt „Mein Bild vom Bahnhof – your viewture“ beteiligen. Bild: win

STEYR. Bis Ende Juni sollen Jugendliche mit 50 Einwegkameras eifrig drauflos fotografieren.

„Ein Freundin hat mir von diesem Projekt erzählt. Das hat mich sofort interessiert, es ist ja endlich mal etwas Neues“, sagt Ivana Lazic. Die 15-jährige Steyrerin ist Lehrling beim Interspar am Tabor und fotografiert in ihrer Freizeit gerne.

Wenn sie fotografiert, macht sie das meist mit ihrem Smartphone. Diesmal knipst sie ihre Schnappschüsse mit einer von fünfzig Einwegkameras, die von Streetwork Steyr noch bis Juni an Jugendliche im Alter von 12 bis 20 Jahren verteilt werden.

27 Bilder können mit jeder dieser Kameras geschossen werden, und sie sollen eine Geschichte erzählen: Der Bahnhof und seine Umgebung sollen auf positive Weise in den Fokus gerückt werden, es soll gezeigt werden, was die Menschen hier am Bahnhof machen und was diesen Ort so attraktiv macht. „Knipse alles, was dich tagaus, tagein am Bahnhof bewegt und was dir auffällt“, lautet der Auftrag.

„Der Bahnhof ist seit Jahren immer wieder Treffpunkt für junge Leute, eine Kommunikations-Drehscheibe“, sagt die 42-jährige Doris Wagner, eine von vier Streetworkern in Steyr, „dieses Projekt soll sensibilisieren, die Leute sollen sehen, dass Jugendliche ein Recht auf öffentlichen Raum haben. Üblicherweise werden sie ja, vor allem wenn sie in Gruppen auftreten, eher kritisch beäugt.“

Bewertung auf Facebook

Jeweils rund zwei Wochen haben die Jugendlichen Zeit, ihre Einwegkameras auszuknipsen, danach sammeln die Streetworker die Fotoapparate wieder ein, um die Bilder ausarbeiten zu lassen. Danach wird über die Fotos mit den Jugendlichen diskutiert, die jeweils drei besten Bilder werden ausgewählt und auf Facebook unter „Mein Bild vom Bahnhof“ online gestellt. Dort wird man die Aufnahmen bewerten können, für die Sieger wird es auch Prämien geben.

„Vielleicht gestalten wir damit später eine Bahnhofszeitung, die mit Kommentaren von Leuten, die hier arbeiten, ergänzt werden“, sagt Christoph Basler (35), der seit acht Jahren als Streetworker in Steyr tätig ist. Ebenso seien ein Kalender oder eine Ausstellung mit den ausgewählten Arbeiten möglich.

Bereits im Jahr 2004 gab es ein ähnliches Streetwork-Projekt zum Thema Sucht. Damals wurden an Schulklassen 120 Kameras verteilt, danach eine Ausstellung im Dominikanerhaus organisiert.

„Ich kenne in Steyr jeden Winkel“, sagt Ivana Lazic, „ich werde Fotos von der tollen Aussicht oben am Parkdeck machen, und von den Graffiti.“ Ihre Freundin Sabrina Platzl (14) hat ebenfalls eine der Einwegkameras erhalten: „Steyr ist eher langweilig“, sagt sie, „aber die Aktion von Streetwork ist super. Und mit denen kann man über wirklich alles reden.“

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1  Kommentar
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fritzicat (2.724 Kommentare)
am 30.05.2017 11:34

„Der Bahnhof ist seit Jahren immer wieder Treffpunkt für junge Leute, eine Kommunikations-Drehscheibe“, sagt die 42-jährige Doris Wagner, eine von vier Streetworkern in Steyr.
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Leider sind die Steyrer Streetworker komplett für die Würscht.
Wo gedealt wird, findet man sie nicht ....... nur ja nicht hinschauen, wo Afghanen Mädchen belästigen ...... das kann doch nicht sein ..... das könnte man seitenweise fortsetzen und es wird sich nichts ändern.

Mit einer abgekupferten Foto-Session glaubt man sich wichtig, traurig für die Steuerzahler, die solche Streetworker bezahlen müssen.

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