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Steyr

Steyr als die Stadt der hellen Köpfe

Von Hannes Fehringer   13. Januar 2016 00:04 Uhr

Steyr als die Stadt der hellen Köpfe
Christian Kreil mit einem Konzept für eine neue Markengebung für Steyr im Laptop: Innovation in den Labors statt Ausflüge in den Nationalpark.

STEYR. Publizist Christian Kreil regt über die Denkfabrik "Steyr 2030" ein neues Gesicht der Stadt an: In der "Innovationsstadt" soll nicht mehr Eisen, sondern Zukunft geschmiedet werden.

Die Touristiker bewerben die Stadt mit dem Slogan "Steyr am Nationalpark", sogar in Betonbänke hat man den Schriftzug des Werbespruches gegossen. Für den Steyrer Publizisten Christian Kreil sollte diese Bezeichnung der Stadt aber keinesfalls in Stein gemeißelt sein. Im Gegenteil, Kreil glaubt, dieser Slogan soll nicht das erste Wort über Steyr sein, wenn er nicht ganz abgeschafft gehörte.

In der Zukunftsdenkfabrik "Steyr 2030" hat die Jury des Technology und Innovation Center (TIC) Kreils Projekt zu einem "Rebranding" Steyrs unter die zwölf Ideen gereiht, die unbedingt in einem Entwicklungsprogramm der Stadt weiterverfolgt werden sollten. Ein Arbeitskreis wird sich mit Kreil heuer damit befassen, welchen besseren Namen und welch treffenderes Attribut man für Steyr finden kann. "Wir müssen unsere wahre Stärke und unseren eigenen Charakter kommunizieren", sagt Kreil, "wir brauchen uns nicht um teures Geld neu zu erfinden." Für Kreil ist die Quintessenz der Stadt, die sie in der ganzen Welt unverkennbar machen kann, die Innovationskraft, die ihre Menschen und ihre Pioniere immer schon an den Tag gelegt hätten. "Wir sind von mir aus auch die Christkindlstadt", sagt Kreil, "aber unser Erbe, das gleichzeitig unsere Zukunft ist, ist die Erneuerung, die etwa ein Josef Werndl mit der Technik oder der Elektrifizierung in die Stadt gebracht hat." Vom Stadtleben und der restlichen Welt vielfach unbemerkt, würde in den Forschungslabors in Steyr täglich Bahnbrechendes geleistet. "Was wir vermitteln müssen ist das Image der Innovation, die hier tatsächlich tagtäglich geschieht."

Als Sackgasse in der Selbstdarstellung und Selbstvermarktung Steyrs hält Kreil die Bewerbung als Pforte des Nationalparkes Kalkalpen: "Wir haben derzeit eine Patchwork-Marke – eine romantische Christkindlnaturhauptstadt am Fluss, von der es zum Nationalpark nach Reichraming nicht weit ist." Damit würde Steyr bei seinem Außenauftritt den Schnittlauch und nicht die Butter aufs Brot schmieren. Kreil: "Wir sollten uns bewusst sein, was unsere Lebensgrundlage ist."

Mit seinem Projekt "Rebranding" schlägt Kreil eine völlige Umkehr des Erscheinungsbildes der Stadt vor. Für den neuen Markenbegriff der "Stadt der Innovation" will er in anstehenden Gesprächen auch die Manager der Steyrer Großbetriebe gewinnen. Auch bei Bürgermeister Gerald Hackl (SP) war Kreil mit einer Präsentation bereits: "Der Stadtchef steht dem Vorhaben mit Interesse gegenüber", berichtete Kreil.

Frühere Benennungen der Stadt sind unterdessen im Laufe der Jahre schon wieder verblasst. Nur noch wenige erinnern sich daran, dass dereinst sich Steyr als ein "starkes Stück Stadt" vermarktet hatte.

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