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Sommertheater: Organisatoren strahlen mit Sonne um die Wette

Von Kurt Daucher, 14. August 2013, 00:04 Uhr
Sommertheater: Organisatoren dürfen mit der Sonne um die Wette strahlen
In der Amstettner Version von »Xanadu« ging es besonders lustig zu. Das Publikum kam in Scharen. Bild: Sengstschmid

STEYR/AMSTETTEN/HAAG. 14.036 sahen „Jägerstätter“. 7566 kamen zu „Xanadu“. Wie viele „Evita“ hörten, ist geheim.

Die Sommertheatersaison in und um Steyr ist beendet. Dass die Veranstalter dieser Tage durch die Bank mit lachenden Gesichtern ihre Besucherstatistiken studieren, liegt auch am hochsommerlichen Wetter – aber nicht nur.

„Unsere beste Saison“: So einfach tut sich Gottfried Schwaiger mit seinem Resümee. Beim Theatersommer in Haag habe man heuer so viele Zusatzstühle wie möglich aufgestellt. Alle jene Leute, die keine Karten mehr für „Jägerstätter“ bekamen, wurden aufs Wiener Theater in der Josefstadt verwiesen. Dort wird das Stück ab September weiter gespielt.

Die Haager Bilanz in exakten Zahlen: 14.036 Besucher haben sich das Drama aus der Feder von Felix Mitterer angeschaut. Zusammen mit den weiteren Veranstaltungen – Perlenreihe, Junior-Produktion, etc. – sind heuer 17.959 Kulturinteressierte in die Haager Theatersommerarena gepilgert. Nächstes Jahr wird unter dem neuen Intendanten Christoph Wagner-Trenkwitz wieder eine Komödie gespielt.

„Xanadu“ machte Spaß

In Amstetten freut sich Intendant Johann Kropfreiter, dass heuer deutlich mehr Musicalfreunde in die Pölz-Halle gekommen sind als zuletzt. „Ich gehe jetzt sehr entspannt auf Urlaub“, bestätigt er. Die 7566 Besucher, die heuer zum Comedy-Rockmusical „Xanadu“ gekommen sind, bedeuten eine Auslastung von 97,7 Prozent und eine Steigerung gegenüber dem Vorjahr um 25,06 Prozent. Nicht zuletzt deswegen blickt man den bevorstehenden Förder-Verhandlungen mit dem Land Niederösterreich sehr zuversichtlich entgegen.

Die Schiene „Pop-Rock-Musical“ soll in Amstetten weiter bedient werden – auch wenn es nicht so leicht ist, wie Kropfreiter einräumt. „Oft ist es so, dass man die Stücke, die man machen will, nicht bekommt von den Verlagen.“ Man habe sich in Amstetten etwa um „Mamma Mia“ bemüht. Es zu bekommen: keine Chance. „Dafür wird es jetzt in absehbarer Zeit von den Vereinigten Bühnen Wien gespielt.“

Insgesasmt 9735 Leute haben heuer das Musikfestival in Steyr besucht – die Hauptproduktion „Evita“ ist hier ebenso miteingerechnet wie die Kindertheateraufführungen der Volksbühne, der Kindertheaterworkshop, das Eröffnungskonzert anlässlich 333 Jahre Stadtkapelle Steyr, zwei Chansonabende im Alten Theater sowie das Kino unterm Sternenhimmel. Wie viele Musicalfans zu „Evita“ gekommen sind, wollen die Organisatoren nicht bekannt geben. „Insgesamt ist es aber das erfolgreichste Jahr meiner Intendanz“, so Karl-Michael Ebner. Auch das Wetter habe mitgespielt. Nur eine Vorstellung musste ins Stadttheater verlegt werden.

Nächstes Jahr soll im Steyrer Schlossgraben „Die Fledermaus“ gespielt werden. Offiziell ist das aber noch nicht.

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