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Steyr

Sie wissen, wie gut Frieden klingt

Von Kurt Daucher   18. September 2013 00:04 Uhr

Sie wissen, wie gut Frieden klingt
Musikschuldirektor Martin Fiala entsendet den Steyrer LänderKlangChor ins Brucknerhaus. Auch eine Komposition steuert er zum Konzert bei.

STEYR, LINZ. Martin Fiala und 100 Steyrer Sänger machen im Linzer Brucknerhaus von sich hören.

100 Stimmen aus Steyr drücken dem Linzer Brucknerfest morgen, Donnerstag, 19. September, ihren (musikalischen) Stempel auf. Gemeinsam mit dem oö. Jugendsinfonieorchester führt der LänderKlangChor, so der offizielle Name, ein Konzert auf, das sich ganz und gar dem Thema „Frieden“ widmet. Zu erwarten ist, dass auch die Zuhörerreihen im Brucknerhaus überwiegend von Steyrer Musikfans besetzt sind. Mehr als 1000 Tickets sind bereits verkauft.

Die Idee zum Projekt stammt vom Steyrer Musikschuldirektor und Komponisten Martin Fiala. Vor zwei Jahren als Kirchenkonzert erdacht, ist das Vorhaben deutlich gewachsen. Neben dem Karl-Jenkins-Werk „The Armed Man – A Mass for Peace“ bekommt das Publikum Bruckners 150. Psalm und eine Komposition aus Fialas eigener Feder zu hören: Titel des als Requiem konzipierten Musikstücks ist „Lux Aeterna“.

Den Großteil des LänderKlangChores stellen Mitglieder aus Steyrer Chören und Vokalensembles. Die „Chorreichen 17“ sind ebenso stark vertreten wie Fialas beide Musikschulchöre, der Männergesangsverein Sängerlust, der evangelische Singkreis und „wodawindwaht“ aus Kürnberg. „Und wir haben noch zahlreiche Gastsänger mit dabei“, so Fiala. Geprobt wird bereits seit mehreren Monaten.

Alles schwierig zu singen

Nicht zuletzt als pädagogisches Projekt ersonnen, stellt das Programm für den Laienchor eine enorme Herausforderung dar. Die drei Werke zu singen, ist alles andere als ein Kinderspiel. Mit extremer Polyphonie, langen A-cappella-Passagen und Tönen hinauf bis zum dreigestrichenen C verlangt der Bruckner-Psalm den Sängern alles ab. Fiala hat in sein Werk immer wieder Töne abseits von Hör- und Singgewohnheiten eingeworfen. Die Jenkins-Messe ist mit einer Dauer von 70 Minuten und kaum Gesangspausen ein Werk, das auch körperlich fordert.

Trotz aller Schwierigkeiten und trotz der Tatsache, dass auch beim Veranstalter die Erwartungen hoch sind, ist sich Fiala sicher, dass das Vorhaben, für das auch heute noch geprobt wird, gelingt. „Wir werden das gut singen, davon bin ich überzeugt“, sagt er. Um auch die extremsten Passagen zu bewältigen, sind beim Konzert einige Profisänger in den Chor eingeschleust worden, vom Wiener Singverein zum Beispiel oder vom Mozartchor.

Als Solistin ist Sopranistin Donna Ellen von der Wiener Staatsoper im Einsatz. Als Dirigentin fungiert Mirga Grazinyte-Tyla. Die 26-jährige Litauerin gilt als einer der Shooting-Stars der Szene.

Musik erinnert auf ewig

An „Lux Aeterna“ hat Fiala 14 Monate lang gearbeitet. Die Komposition ist seiner Frau Susanne gewidmet, die 2008 an einer Krebserkrankung gestorben ist. „Wir haben viel zusammen musiziert“, so der 49-jährige Steyrer, „ich habe ihr noch zu Lebzeiten versprochen, ein größeres Werk für sie zu komponieren.“ Der Text setzt sich aus Bibelzitaten mit positiven Aussagen zu Leben und Tod zusammen. Auch ein Gedicht, das seine Mutter geschrieben hat, hat Fiala in sein Werk integriert.

 

Info

Das Konzert des oö. Jugendsinfonieorchesters und des LänderKlangChors findet morgen, Donnerstag, 19. September, im Großen Saal des Linzer Brucknerhauses statt. Beginn: 19.30 Uhr. Auf dem Programm stehen folgende Werke:
Anton Bruckner: 150. Psalm C-Dur
Martin L. Fiala: „Lux Aeterna“ (Welturaufführung)
Karl Jenkins: „The Armed Man – A Mass for Peace“
Alle Infos zum Konzert gibt es auf www.brucknerhaus.at

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