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Sensorboje misst neun Umweltdaten: Steyrer Tüftler gewinnen Wettbewerb

STEYR. "Mystery Maker Box": Zehnköpfiges Team des Vereins Steyr-Werke räumt mit seiner Idee gegen internationale Konkurrenz aus Deutschland und der Schweiz 10.000 Euro ab.

Sensorboje misst neun Umweltdaten: Steyrer Tüftler gewinnen Wettbewerb

Willi Gruber, Ton Bayer, Alexander Blümel und Dominik Hofbauer mit ihrem Siegerprojekt, der "Universal Sensorboje 3000" Bild: Steyr-Werke

Feinstaub- und CO2-Konzentration, organische Anteile in der Luft, Wassertrübung, Luftfeuchtigkeit, Wasser- und Außentemperatur, Sonneneinstrahlung sowie Fließgeschwindigkeit – zu all dem liefert die "Universale Sensorboje (USB) 3000" exakte Daten. Ein zehnköpfiges Team im Makerspace des Vereins Steyr-Werke – Willi Gruber, Daniel Schleicher, Dominik Hofbauer, Jakob Ahrer, Ton Bayer, Alexander Blümel, Klaus Stadler, Tobias Zachl, Sebastian Schuster und Ernst Forster – hat dieses neue Messgerät mit den Teilen einer sogenannten "Mystery Maker Box" geschaffen und damit bei der Maker-Factory-Challenge einer deutschen Electronic-Handelskette den Hauptpreis, einen Warengutschein in der Höhe von 10.000 Euro abgeräumt.

"Wir sind ja nur durch Zufall von einem Besucher unserer Mini Maker Fair auf diesen Bewerb aufmerksam gemacht worden", sagt Projektkoordinator Willi Gruber, dann sei es sich gerade noch ausgegangen, die Idee fristgerecht einzureichen. In Berlin wurde den Steyrer Tüftlern dann eine Kiste mit Bauteilen ausgehändigt: "Wir wollten unbedingt einen Bezug zu unserer Heimat herstellen", sagt Gruber. Da sei die Wahl rasch auf das Thema Wasser, das in Steyr optisch wie historisch eine zentrale Rolle einnimmt, gefallen. "Auf unserer ersten Ideenskizze ist eine Plattform zu sehen, die sich selbst mit Strom versorgt und Umweltdaten generiert", beschreibt Dominik Hofbauer den Werdegang des "USB 3000".

Bewertungskriterien bei diesem Bewerb, bei dem sechs Teams aus Deutschland, der Schweiz und Österreich für die Finalpräsentation in Hannover nominiert wurden, waren technische Umsetzung, Komplexität/Kreativität, Verwendung des Maker Factory Boards und Funktionalität.

3D-Scanner für den Makerspace

"Wir sind zehn Personen, die aus unterschiedlichen technischen Feldern kommen und sich in kurzer Zeit viele Features ausdenken und umsetzen können", sagt Gruber. Das sei wohl der entscheidende Unterschied zu den anderen Teams gewesen. Es sei in dreieinhalb Monaten gelungen, eine einerseits einfache, aber komplexe und funktionelle Idee umzusetzen. "Den Preis werden wir zur Weiterentwicklung des Makerspace verwenden", verrät Hofbauer. Angedacht seien der Ankauf eines 3D-Scanners und elektronischer Bauteile für den Makerspace im Museum Arbeitswelt.

"Diese Finanzspritze ist für unseren Verein sehr wichtig", sagt Gruber, "dieser Sieg bedeutet uns sehr viel, weil wir uns damit im Kreis der Bastler und Maker mit unseren Ideen etabliert haben."

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Artikel Gerald Winterleitner 04. Oktober 2018 - 00:04 Uhr
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