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Steyr

Mit dem Roller zu Bohlens Supertalent

Von Stefan Minichberger   05. Februar 2013 00:04 Uhr

Mit dem Roller zu Bohlens Supertalent
Ein gehobenes Vorderrad (Wheely) gehört zu fast allen Tricks in Schachermayrs Repertoire. 27 verschiedene Kunststücke hat er mittlerweile auf Lager.

STEYR. Der Steyrer Günter Schachermayr wagt auf seiner Vespa waghalsige Manöver.

Vor neun Jahren hatte Günter Schachermayr bei einem Vespa-Treffen in Kärnten ein Aha-Erlebnis. „Da habe ich einen Italiener dabei beobachtet, wie er mit seinem Roller nur auf dem Hinterrad fährt.“ Die Vorführung beeindruckte den Steyrer dermaßen, dass er beschloss, mit seiner Vespa ebenfalls Kunststücke einzustudieren. 27 verschiedene seien es mittlerweile und der 35-Jährige hat sich in der Freestyle-Szene unter den Motorsportlern einen Namen gemacht. „Ich trete bei Volksfesten und Stuntshows auf“, sagt der gelernte Maschinenbaumeister, der beim Steyrer Magistrat beschäftigt ist.

Vorderrad abmontiert

Ein Handstand auf der rollenden Vespa, auf der Sitzbank stehend oder freihändig bei gehobenem Vorderrad: All diese Manöver sind für Schachermayr kein Problem mehr. Für manche Tricks montiert der Freestyler sogar das Vorderrad samt Gabel seiner Vespa ab. „Seit drei Jahren trainiere ich wie ein Profi mindestens zehn Stunden pro Woche“, sagt er. Das sei auch nötig, um einen neuen Trick einzustudieren.

Im vergangenen Jahr war der Steyrer bei einem Casting der ORF-Show „Die große Chance“. „Ich habe aber abgelehnt, da mitzumachen, weil ich dadurch für die Shows aller anderen Sender gesperrt gewesen wäre.“ Der Roller-Akrobat verfolgte nämlich ein anderes Ziel: „Das Supertalent“, eine von Dieter Bohlen moderierte Show auf RTL. „Ich war bei einem offenen Casting in München und habe mich für die nächste Vorrunde qualifiziert“, berichtet der Vater eines fünfjährigen Sohnes.

Zweieinhalb Minuten wird der Auftritt in der nächsten Runde dauern. „Ein genauer Termin steht noch nicht fest, aber zusammen mit meiner Frau Sabine habe ich bereits eine Choreographie einstudiert.“

Neben dem Üben der Tricks koste auch die Konstruktion und die Wartung seiner beiden Vespas eine Menge Zeit und Geld. „Von der Kurbel bis zum Vergaser habe ich alles selbst konstruiert“, sagt Schachermayr, der auch Lehren zum Landmaschinentechniker und Schlosser absolvierte. Das Material erhalte er vom Vespa Center in Linz. Eine Vespa sei für Freestyle-Sport nämlich von Grund auf eher ungeeignet. „Durch den Motor ist sie rechtslastig. Ich habe einige Teile heruntergeschraubt.“

Auftritte sind heuer nicht allzu viele geplant. „Ich konzentriere mich voll auf das Supertalent.“ Auch seine Frau und Sohn Niko werden dort mit ihm auftreten.

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