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Letzter Zug für den Fahrdienstleiter

STEYR. Die Steyrtalbahn fährt mit Trauerflor: Karl Mader, Retter des "Schnauferls", ist tot.

Letzter Zug für den Fahrdienstleiter

Bild: Daucher

Bei der Weihnachtsfeier der Gesellschaft für Österreichische Eisenbahngeschichte (ÖGEG) am Samstagabend hatte Karl Mader Verspätung, unüblich für den pünktlichen Mann. Dann ereilte den Verein der Anruf, dass der Eisenbahnhistoriker eine Stunde zuvor im 83. Lebensjahr verstorben war. "Bei uns herrschte große Betroffenheit", sagt Harald Süß vom Vorstand der Steyrtalbahn.

Karl Mader, gelernter Heizungstechniker, war einer der Hauptverantwortlichen dafür, dass 1982 die Weichen für einen Weiterbetrieb des Schnauferls gestellt wurden. Die ÖGEG hatte den ÖBB die Gleisanlagen, Bahnhöfe und den Fuhrpark abgekauft, um die Lokomotiven für einen Nostalgiebetrieb unter Dampf zu setzen. Mader musste sich zum Anfang Unkenrufe der Verhandlungspartner anhören: "Ihr macht das höchstens ein Jahr lang", sagten die ÖBB-Vertreter den Ehrenamtlichen in der Mechanikerkluft und in der Schaffnermontur ins Gesicht. Und unterschätzten die Zähigkeit Maders und seiner Mitstreiter: 2010 zählte die Steyrtalbahn den 500.000sten Fahrgast, jährlich werden 20.000 Ausflügler vom Steyrer Lokalbahnhof nach Grünburg im Bummelzug befördert.

"Die Steyrtalbahn ist eigentlich immer gefahren, auch in Kriegszeiten. Nur eine Überflutung der Bahntrasse konnte den Zugverkehr kurzfristig bremsen", sagte Mader. Der Steyrer, der schon als Kind die Pfiffe der Lokomotiven hörte und den Fahrplan auswendig kannte, war eine treibende Kraft der Vereinsgründung. Es ist ganz im Sinne des Präsidenten der ÖGEG, dass die Steyrtalbahn, die heuer ihr 125-jähriges Jubiläum feierte, ihn selber überlebt hat.

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Artikel Hannes Fehringer 23. Dezember 2014 - 00:04 Uhr
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