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Steyr

Kaserne liegt noch im Tiefschlaf, doch Besitzer steht Gewehr bei Fuß

Von Von Martin Dunst   23. Februar 2009 00:04 Uhr

Der überwiegende Teil der Heeresgebäude wird abgerissen werden.

STEYR. Liegt das Kasernenareal im Dauerwinterschlaf? Oder warum sonst geht auf dem Filetgrundstück im Herzen der Stadt nichts weiter? Viele Steyrer stellen sich diese Frage. Im OÖN-Gespräch sagt Investor Strasser: „Ich habe meine Hausaufgaben gemacht.“

Strasser hat die Kaserne vor gut einem Jahr vom Bund um 7,75 Millionen Euro erworben. Er möchte auf dem 60.000 Quadratmeter großen Grundstück unter anderem ein 24.000 Quadratmeter großes Einkaufszentrum errichten. „Ich habe keinen einzigen Tag versäumt und meine Hausaufgaben gemacht“, sagt Strasser den OÖN. Er habe sechs Gutachten von Umwelt bis zur Rentabilität beim Land Oberösterreich vorgelegt. Die Raumordnungsabteilung ist nun am Zug und muss über Strassers Vorhaben befinden und die nötige Umwidmung befürworten. „Ich würde am liebsten morgen anfangen, muss aber Geduld haben.“ Strasser rechnet im Frühling mit einer Entscheidung des Landes, dann geht es an die Detailplanung. Bis auf das denkmalgeschützte Stabsgebäude wird der neue Kasernenbesitzer alle anderen Heeresbauten abreißen lassen. Er plant ein großes Einkaufszentrum und möglicherweise ein Vier-Sterne-Hotel. Einen ungefähr 8000 Quadratmeter großen Grundstreifen tritt der Tiroler kostenlos an die Stadt ab. Dieser Platz wird für die neue Führung des Tabor- und Posthofknotens benötigt. „Da bin ich mit dem Bürgermeister per Handschlag einig.“

Baudirektor Willfried Schönfelder bestätigt, „dass es Josef Strasser mit der Entwicklung des Kasernenareals ernst ist“. Doch das Vorhaben sei sehr aufwendig. Die Stadt hat beim Land noch keine Stellungnahme zur Kaserne abgegeben. „Das machen wir erst, wenn Strasser konkrete Projektvorhaben vorgelegt hat“, sagt der Baudirektor. Der von der Stadt ausgearbeitete Bebauungsplan für das Areal sei zwar nicht verordnet, „wir legen aber schon Wert darauf, dass dort neben einem Einkaufszentrum auch Platz für Grün, Lärmschutz, Wohnungen und unterirdische Parkplätze ist. Ein Ziel muss es sein, dass der Stadtteil Tabor zusammenwächst.“

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