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Oberösterreich  > Steyr

Internet-Tempo ist in Steyr an der Schmerzgrenze

STEYR, ERNSTHOFEN. Weder Wien noch eine Universitätsstadt haben das flotteste Mobilfunknetz Österreichs. Laut einer Studie rasen just in der Mostviertelgemeinde Ernsthofen Daten pfeilschnell über die Geräte. Die Downloadrate in der Stadt Steyr kratzt hingegen an der Schmerzgrenze.

Übertragungsraten auf das Smartphone: Ernsthofen ist bundesweit Sieger. (feh) Bild:

Nicht die Bundeshauptstadt und auch keine Landesmetropole zeigt der österreichischen Datenwelt, wo der Hammer hängt: Eine Untersuchung der Preisvergleichsplattform „tarife.at“ hat ergeben, dass die 2000-Einwohner-Gemeinde im Bezirk Amstetten vor den Toren Steyrs das schnellste Mobilfunknetz Österreichs hat.

Musik und Videoclips sausen in Ernsthofen beim Download in einem Augenblick – genauer gesagt mit durchschnittlich 91,6 Mbit/s – auf die Smartphones. Mit dieser Geschwindigkeit bei der Datenübertragung kann Wien nicht mit, geschweige denn Steyr (31,9 Mbit/s). „30 Mbit/s liegt international bei einer Schmerzgrenze, in der das Netz als langsam empfunden wird“, erklärt Maximilian Schirmer, Geschäftsführer der Vergleichsplattform „tarife.at“.

Für die Erhebung hat die Plattform rund eine Million Messwerte der Rundfunk und Telekom Regulierungs-GmbH (RTR) herangezogen und 141.000 Daten näher analysiert. Für den Durchschnittswert der Stärke des Mobilfunknetzes in den jeweiligen Orten wurden die verschiedenen Betreiber als Gesamtheit betrachtet. Auf spezielle Filter auf „tarife.at“ können Benutzer die Leistungsstärke der jeweiligen Telekomfirmen eigens betrachten. „Das könnte dann der Anlass sein, dass man zu einem Anbieter wechselt, der weit besser als der Durchschnitt war.“

Warum eine Landgemeinde (wenngleich im Umfeld der Industriestadt Steyr) bundesweit das beste Mobilfunknetz hat, kann einen triftigen Grund haben: „Vielleicht ist hier die Nutzerdichte nicht so groß wie in einer Stadt, dann stehen die Anlagen weniger Anwendern zur Verfügung, womit sie für den Einzelnen schneller sind“, erklärt Schirmer.

Wie auch immer – es gibt beim Datentransfer weitere „Raketen“ in unserer Region: Strengberg (80,8 Mbit/s) hat ebenso über Funk ein pfeilschnelles Internet wie Molln (64,6 Mbit/s) und Ternberg (59,9 Mbit/s). Nicht meckern wegen Wartezeiten brauchen Handybenutzer auch bei Übertragungsraten von 57,4 Mbit/s in Klaus an der Pyhrnbahn und 56,5 Mbit/s im Ramingtal bei Großraming und in Maria Neustift sowie mit 52,1 Mbit/s in Aschach/Steyr.

Nach heutigen Gewohnheiten zu einem Geduldspiel wird die Internetnutzung via Mobiltelefon zum Teil schon in Grünburg mit 9,9 Mbit/s und im Mostviertler Weistrach (6,6 Mbit/s). Mittelprächtig ist die Netzgeschwindigkeit in der Landeshauptstadt Linz (40,7 Mbit/s) und in der Bezirkshauptstadt Amstetten (41,0 Mbit/s). Wenig berauschend fiel die Messung in Kirchdorf (27,0 Mbit/s), in Waidhofen/Ybbs (24,5 Mbit/s) und in St. Valentin (22,2 Mbit/s) aus.

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Artikel 05. April 2017 - 10:48 Uhr
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