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Initiative fordert Abberufung des Pressesprechers

ALMTAL. Bei der Diskussion rund um die geplante 110-kV-Freileitung von Vorchdorf nach Kirchdorf verhärten sich die Fronten. Die Bürgerinitiative „110 kV ade!“ fordert nun in einer Aussendung, dass Energie- AG-Pressesprecher Michael Frostel abberufen wird.

Initiative fordert Abberufung des Pressesprechers

In welcher Form die Leitung kommt, ist noch unklar. Bild: Weihbold

Mit „fortgesetzter Irreführung der Öffentlichkeit“ begründet die Bürgerinitiative den Aufruf an den Stromkonzern. Laut den Mitgliedern von „110 kV ade!“, soll Frostel immer wieder unrichtige Aussagen über Nachteile einer Erdkabel-Alternative zur geplanten Freileitung getätigt haben. Konkret soll es sich dabei um Aussagen des Pressesprechers handeln, wonach die Lebensdauer eines Erdkabels 30 Jahre betragen würde. Laut der Studie der Technischen Universität (TU) Graz ist die Lebensdauer mit 40 Jahren angegeben.

Außerdem falle der Landschaftsverbrauch laut Frostel durch ein Erdkabel um 30 Prozent höher aus als bei einer Freileitung, so der Schriftführer der Bürgerinitiative Michael Praschma. „Da alle Äußerungen Frostels sich gegen das Erdkabel richten, schließen wir versehentliche Irrtümer aus. Hier geht es um Stimmungsmache gegen eine akzeptable Lösung“, sagt Praschma, Frostel, der der Leiter der Konzernkommunikation der Energie AG ist, wollte sich zu den Vorwürfen gegen seine Person auf OÖNachrichten-Anfrage nicht äußern. Es ist dies nicht das erste Mal, dass die Informationspolitik der Energie AG bei Betroffenen Unmut erregt. So hatte der Inzersdorfer Gemeinderat in einer Resolution den Informationsfluss kritisiert.

Warten auf fertige Studie

In welcher Form die Stromleitung, die von Vorchdorf über Kirchham, Steinbach/Ziehberg nach Kirchdorf führen soll, kommen wird, ist noch nicht entschieden. Wie berichtet, hatte Professor Lothar Fickert von der TU Graz Ende Jänner einen Zwischenbericht zu der Causa präsentiert. Der Experte hatte darin festgehalten, dass die Freileitungsvariante „aus Gründen der Energieeffizienz, der Kostensituation und dem volkswirtschaftlichen Nutzen anderen Varianten vorzuziehen sei.“

Endgültig ist der Bericht aber noch nicht, da die Mitglieder von „110 kV ade!“ einige Fragen aufgebracht hatten, die bisher unbeantwortet sind. Dies möchte Fickert bis Ende des Monats nachholen.

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Artikel Christopher Buzas 09. Februar 2011 - 00:04 Uhr
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