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Steyr

Forderung nach Erdkabel

Von Hannes Fehringer   06. November 2012 00:04 Uhr

Forderung nach Erdkabel

PETTENBACH. Bei der Versammlung am Sonntag in Pettenbach ging der Spendenkorb durch den Saal. Jeder der rund 90 Grundeigentümer zückte die Geldtasche und trug sein Scherflein bei.

pettenbach. Bei der Versammlung am Sonntag in Pettenbach ging der Spendenkorb durch den Saal. Jeder der rund 90 Grundeigentümer zückte die Geldtasche und trug sein Scherflein bei. „Wir haben bereits einen großen Teil der Verfahrenskosten beisammen“, freute sich Michael Praschma von „110-kV-ade“. Mit ihrer Forderung, die Energie AG solle anstelle der geplanten Starkstromleitung durch das Almtal ein Erdkabel verlegen, ist die Bürgerinitiative nun im Instanzenzug an der Endstation angelangt – beim Verfassungsgerichtshof.

Das Land OÖ und dann nach der Berufung auch das Wirtschaftsministerium haben das 18,6 Millionen Euro teure Freileitungsprojekt der Energiegesellschaft bereits bewilligt. Für die Bürgerinitiative hat sich auch das Ministerium von vorneherein auf die Freileitung festgelegt und die Alternative des Erdkabels gar nicht in Erwägung gezogen. Laut einer auf eine Studie der TU Graz fußenden Rechnung würde die Verlegung in der Erde um das 2,4-fache teurer kommen als die Starkstrommasten, was jeden Oberösterreicher im Jahr eineinhalb Euro kosten würde, den Gegenwert von „einem Seidel Bier“, wie die BI anschaulich umrechnet.

Für Energie-AG-Pressesprecher Michael Frostel kommt die Berufung nicht überraschend: „Wir sehen uns das aus der fußfreien Reihe an“. An der Sachlage, dass nur die Freileitung wirtschaftlich vertretbar sei, habe sich nichts geändert.

Die Bürgerinitiative bemängelt, dass die Behörden bislang noch nicht gewürdigt hätten, dass sie eine klare Alternative eingebracht habe. „Die Bürgermeister der Gemeinden haben einen Korridor für den Verlauf des Erdkabels vorgeschlagen“, sagt Praschma. Dass man trotzdem auf Masten Drähte über die Grundstücke spannen will, sei ein unnötiger Eingriff in Besitzrechte. Aufschiebende Wirkung müssen die Höchstrichter jetzt erst zuerkennen. Aber Angst davor, dass schon Baumaschinen auffahren, hat Praschma nicht. Das Naturschutzverfahren ist ohnehin noch ausständig.

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