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Steyr

Fachhochschule, Teil drei: Anrainer wollen bei der Planung mitreden

Von Kurt Daucher   29. Mai 2015 00:04 Uhr

Fachhochschule, Teil drei: Anrainer wollen bei der Planung mitreden
Der Fachhochschul-Kubus war für viele ein Stadtbild-Schock. Bei der nun anstehenden nächsten Erweiterung wollen die Anrainer ein Wörtchen mitreden.

STEYR. Beim Infoabend der Bürgerinitiative Wehrgraben wurde über Alternativen zum Standort Gaswerkgelände diskutiert – auch über eine Stilllegung des Museums Arbeitswelt.

Um die Steyrer Fachhochschule wie geplant zu erweitern, soll nicht ein neues, großes Gebäude auf dem Gaswerkgelände errichtet werden. Vielmehr könne man die Unterrichtsräume, die für zusätzliche Lehrgänge benötigt werden, in leer stehenden Häusern unterbringen, etwa in den ehemaligen Fabriksgebäuden an der Blumauergasse: Das war einer der Vorschläge, die bei der Info-Veranstaltung der Bürgerinitiative Wehrgraben vorgebracht wurden – und von den Anwesenden viel Applaus bekam.

Die Initiative, der neben Klaus Schnopfhagen drei weitere Wehrgraben-Aktivisten vorstehen, hatte sich formiert, weil die Pläne für den dritten Teil der Fachhochschule nach wie vor nicht öffentlich einsehbar sind. "Vor zehn Jahren schon hat man uns zugesagt, dass wir als Anrainer und Wehrgraben-Bewohner in die Planungen für eine Verbauung des Gaswerkgeländes miteingebunden werden", so Schnopfhagen. Jetzt werde man offenbar wieder nur mit vollendeten Tatsachen konfrontiert.

Auch das war einer der großen Forderungen, die bei dem Treffen, das am Mittwochabend im Kulturhaus Röda über die Bühne ging, mehrfach aufs Tapet gebracht wurde: Es brauche in Steyr eine neue Kultur in der Stadtplanung. Anrainer, sonstige Betroffene und weitere Interessierte sollen sich frühzeitig mit ihren Ideen in die Planung einbringen können. Davon würden auch die Planer selbst profitieren.

Die derzeit noch geheimen Pläne für die Verbauung des Gaswerkgeländes stammen von der FH OÖ Immobilien GmbH. Sie werden am 8. Juni dem Steyrer Gestaltungsbeirat vorgelegt. Laut Baustadtrat Markus Spöck handle es sich um einen Vorschlag, der den schwierigen Voraussetzungen durchaus entspricht. Weil im Hochwassergebiet angesiedelt, müsse das Gebäude quasi auf Stelzen gestellt werden. Das Erdgeschoß werde großteils als Parkraum genutzt. Damit fielen auf dem Gelände nicht allzu viele Parkplätze weg. Auch auf eine Mauer an der Straße müsse Rücksicht genommen werden. Sie steht unter Denkmalschutz. Hin zur Steyr sei ein breiterer Streifen Grünraum vorgesehen.

Die Vorschläge, die bei dem Treffen im Röda zusammengetragen wurden, fließen in jenen offenen Brief ein, mit dem sich die Initiative Wehrgraben an den Gestaltungsbeirat wendet. Die Garagenbesitzer sprachen sich für den Erhalt ihrer Garagen aus. Auch eine Zunahme des Verkehrs im Wehrgraben wird befürchtet. Darüber hinaus wurden Stimmen laut, die sich für eine Stilllegung bzw. Absiedlung des Museums Arbeitswelt aussprachen. So könne die Fachhochschule das Gebäude nutzen. Der Campus wäre wie angestrebt eine geschlossene Einheit.

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