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Emmi Peischl: Der stille Abgang des „Mister Stadtfest“

Emmi Peischl: Der stille Abgang des „Mister Stadtfest“

2002 trat Emmi Peischl ab. Bild: loc

STEYR. Das Steyrer Stadtfest hatte mehr als zwei Jahrzehnte einen Namen: Emmi Peischl. Der kleine, schwarzhaarige, umtriebige Kulturbeamte aus dem Magistrat bekam bald nach dem ersten Event zur 1000 Jahrfeier der Stadt im Jahr 1980 den Spitznamen „Mister Stadtfest“. Wenn er mit überschäumender Freude gemeinsam mit seiner Hauptsponsorin Elfie Marinelli auf der Bühne stand, tobten und jubelten die Massen.

Schon bald erkannte der gelernte Spengler, der nach einem schweren Unfall in die Kulturabteilung kam, dass es dringend eines Sponsorings bedurfte, um das Stadtfest eintrittfrei gestalten zu können. Neben zahlreichen Firmen holte er auch die Steyrer Vereine ins Boot. Der Weg, halb systemkonform und halb privatwirtschaftlich zu arbeiten, brachte ihn oft an den Rand des Abgrundes. „Es war eine Gratwanderung“, sagt er heute. Eines seiner Hauptziele war es, die Kultur in Steyr aus der Region heraus zu beleben. Nicht die großen, zugekauften Agenturevents aus dem Katalog erweckten sein Interesse, sondern die Künstler aus der Region.

2002 ist der „Mister Stadtfest“ nach 23 bewegten Jahren von „seiner Bühne“ abgetreten. „Mein Körper hat sich nach dem Unfall nicht mehr wirklich erholt und so musste ich Tribut zahlen, für all den Stress und Rummel, der mich umgab“, sagt Peischl und fügt hinzu: „Ich bin enttäuscht von jenen Leuten, die ihre Häme und Schadenfreude über meine Probleme offen zum Ausdruck gebracht haben. Zumindest ein kleines Dankeschön hätte mich motiviert an eine neue Zukunft zu glauben“. (loc)

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Artikel 09. Juni 2010 - 00:04 Uhr
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