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Steyr

EU hatte keinen Vertreter für Infotag

Von Hannes Fehringer   14. Mai 2018 00:04 Uhr

EU hatte keinen Vertreter für Infotag
Kritischer Geist und EU-Befürworter: Karl Piaty sen. in der HAK

STEYR. Lunacek sagte ab, Steyrer HAK musste den "Europatag" mit eigenen Referenten bestreiten.

Absicht will niemand unterstellen, die Sache ist wohl dumm gelaufen: Beim "Europatag" am vergangenen Mittwoch blieb die Schulgemeinschaft der Steyrer Handelsakademie unter sich. Dabei hatten sich Geschichtsprofessorin Katharina Ulbrich und Direktorin Ute Wiesmayr bei der Vorbereitung alle Mühe gegeben. Am "Europatag", der mit einer großen Schulveranstaltung begangen wurde, fand sich dann aber niemand von der EU-Vertretung in Wien oder vom Außenamt, der den Jugendlichen die Anliegen und Vorzüge der Europäischen Union als Referent näher gebracht hätte.

Vielleicht mag das Versäumnis auch mit der gegenwärtigen Krise der Grünen zu tun haben. Georg Pfeifer, Leiter des Informationsbüros des Europäischen Parlaments in Österreich, musste mitteilen, dass die Chefin der österreichischen Delegation der Grünen im EU-Parlament, Ulrike Lunacek, wieder abgesagt habe. Er habe damit wieder von vorne beginnen müssen, teilte Pfeifer mit.

Der Referent, den man dann dank Verwandtschaft schnell an die Schule holte, war dann alles andere als ein Lückenbüßer. Der Waidhofner Konditormeister i.R. Karl Piaty, Vater von HAK-Professor Karl Piaty jun., ist in Brüssel und in Wien kein Unbekannter. Der Unternehmer war immer schon ein eingefleischter Europäer, aber kein Ja-Sager zu überbordendem Bürokratismus. Der Praktiker, der etwa gegen den Münzschotter im Geldbörsel bis zur Europäischen Zentralbank in Frankfurt vorstellig wurde, hat schon vor zehn Jahren begonnen, den "EU-Tag" in seinem Kaffeehaus mit Torten für alle Gäste zu zelebrieren. Die Jugendlichen überzeugte er nicht nur mit Wirtschaftsargumenten: "Es ist keine Selbstverständlichkeit, dass nun bereits drei Generationen in Frieden leben können. Das ist ein Verdienst der EU."

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