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Steyr

Der Streit um Stockanlage in der Waldrandsiedlung wird heftiger

Von Von Kurt Daucher   22. März 2010 00:04 Uhr

Der Streit um Stockanlage in der Waldrandsiedlung wird heftiger
Was passiert hinter dieser Wand? Angeblich nicht nur Sport, sondern auch die eine oder andere lautstarke Party.

STEYR. Volkspartei und Bürgerforum schießen sich weiter auf die nicht widmungsgemäß errichtete Stockschützenanlage Waldrandsiedlung ein. Ihr Antrag, den Akt vom Kontrollamt prüfen zu lassen, wurde im Gemeinderat abgelehnt.

Die umstrittene Bahn samt Clubhaus steht auf einem Grundstück, das als Grünland gewidmet ist. Was so manchen Anrainer an der Sportstätte ärgert, ist der Umstand, dass dort nicht nur Sport betrieben, sondern mitunter lautstark gefeiert wird, und das auch nachts. Das sagen jedenfalls Gemeinderätin Michaela Frech (Bürgerforum) und Vizebürgermeister Gunter Mayrhofer (ÖVP). Ihr Antrag an den Gemeinderat, die Akten vom Kontrollamt überprüfen zu lassen, wurde jedoch abgelehnt – nicht nur von der SPÖ, sondern auch von der FPÖ und den Grünen.

„Wir wissen, dass hier ein Fehler passiert ist“, sagt SP-Fraktionsobmann Gerhard Bremm. Man sei dabei, diesen Fehler so gut es geht auszumerzen. Einen rechtskonformen Zustand herzustellen, den Spielbetrieb so zu regeln, dass dieser auch den Anrainern zumutbar ist: Das schlägt Kurt Apfelthaler vor. „Dann haben wir das vom Tisch und können uns um die wirklich wichtigen Dinge kümmern“, so der Chef der Steyrer Grünen.

Was Bremm in Rage brachte, war ein Verdacht, den Frech und Mayrhofer andeutungsweise äußerten: Es könnte sein, mutmaßten sie, der eine oder andere Fehler sei von führenden Vertretern der SPÖ in voller Absicht gemacht worden. Das Grundstück gehöre nämlich den Kinderfreunden, und auch die Stockschützen gehörten einem der SPÖ nahestehenden Verein an. Bremm dazu wörtlich: „Das ist eine bodenlose Schweinerei. Ich weise das entschieden zurück.“

Kritik am Stadtchef

Kritik daran, dass Bürgermeister Gerald Hackl seit Kurzem als Aufsichtsrats-Vorsitzender der Ennskraftwerke AG fungiert, kam vom Wahlbündnis ÖVP/Bürgerforum und von den Grünen. Es könnte sein, dass es hier – zum Beispiel für den Fall eines Hochwassers – zu Interessenskonflikten komme, so die Bedenken. Dazu Hackl: „Ich habe den Vorsitz angenommen im Dienste der Stadt.“

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