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Denkmalschutz und Garagenvertrag machen Parkplätze für Bewohner rar

STEYR. Bewohner der Steyrdorfer Altstadt, die ein Auto besitzen, wissen nicht, wo sie parken. Mehr Stellplätze verhindert ein Vertrag der Stadt mit dem Besitzer der Wieserfeldplatzgarage.

Denkmalschutz und Garagenvertrag machen Parkplätze für Bewohner rar

Seltenheitswert im Steyrdorf: Eine blau umrandete freie Stellfläche. An Bewohnerparkplätzen mangelt es völlig. Bild: feh

Die Lebensqualität im Steyrdorf war auch schon einmal besser. Verblasste Reste von Schaufensterdekorationen erinnern an Zeiten, in denen der Einzelhandel in dem mittelalterlichen Stadtteil noch blühte. Alle Viertelstunden müht sich der Stadtbus mit dröhnendem Dieselmotor durch die Winkel der engen Gassen, ansonsten herrscht eine göttliche Ruhe. Aber auch als Wohngegend hat das Steyrdorf, das als das Viertel der Bohemians in Steyr gilt, nachgelassen. Wer ein Auto hat, und das sind viele der Bewohner, hat große Not, für sein Fahrzeug einen Stellplatz zu finden.

Eine Bürgerinitiative versucht nun mit Unterschriften die Stadtregierung zu überzeugen, dass sie gegen den Missstand eingreifen muss. Sie fordert, dass vor dem Kinderspielplatz auf dem Wieserfeldplatz Parkplätze errichtet und auf Bereichen in der Mittere Gasse und Sierninger Straße, wo sich die Fahrbahn weitet, Stellflächen für Pkws markiert werden sollen.

Vier Parkplätze würde man sofort gewinnen, wenn man Unsinnigkeiten beseitigte, regen Gerda Gugenberger und Reinhold Reichl als Sprecher der Steyrdorfer an: Vor der ehemaligen Fleischhauerei Mayr sind noch vier Parkflächen "Kunden" reserviert und eine sechs Meter langen Zone der "Ladetätigkeit" vorbehalten, obwohl die Metzgerei schon lange zugesperrt hat. Auch vor dem Fitness-Center ließen sich nach Vorschlag der Anrainer Pkw-Plätze schaffen.

Mittlerweile haben sich führende Magistratsbeamte und Rathauspolitiker mit den Bürgern zu einem Gespräch getroffen. Viel Konkretes konnten die Bewohner aber nicht aus der Sitzung mitnehmen. Die Politik reagiert zögerlich: "Wenn wir Bewohnerparkplätze schaffen, haben wir das Vielfache an Bewerbern, die ein Anrecht hätten", beschreibt Vizebürgermeister Helmut Zöttl (FP) ein Dilemma, in dem die Stadt stecke. Mobilitätsstadtrat Reinhard Kaufmann (G) bestätigt das: "Wir sind hier in der geschützten mittelalterlichen Altstadt, da sind die Gassen eng." Ein Hemmschuh ist auch ein Vertrag der Stadt mit dem Eigentümer der Wieserfeld-Garage, August Reichenpfader, wonach die Stadt keine blauen Zonen als Konkurrenz zur Tiefgarage aufmalen lassen darf. Vielleicht aber geht ein Fenster auf: "Die Fachhochschule hat für ihren Zubau eine Garagenetage zugemietet", sagt Zöttl, "man wird sehen, ob die Schutzklausel noch zurecht besteht."

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Artikel Hannes Fehringer 15. Februar 2018 - 00:04 Uhr
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