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Caritas sperrt Heim in Gleink zu Fünfzig Mitarbeiter verlieren Job

STEYR. Die Caritas bestätigte gestern in einer Aussendung einen OÖN-Exklusivbericht. Die Mitarbeiter des Sozialpädagogischen Zentrums in Gleink wurden am späten Nachmittag von Direktor Mathias Mühlberger über das Aus für die Einrichtung informiert.

Caritas sperrt Heim in Gleink zu Fünfzig Mitarbeiter verlieren Job

Caritas-Direktor Mathias Mühlberger verkündete gestern das Ende für das Heim in Gleink. Bild: Hannes Markovsky

Die Heimstätte für rund fünfzig junge Männer im ehemaligen Kloster Gleink wird mit 31. August geschlossen. Diese Entscheidung teilte die Caritas gestern den Betroffenen mit. Direktor Mühlberger und die verantwortliche Geschäftsführerin, Renate Krenn, begründeten diesen Schritt damit, dass im Klostergebäude zeitgemäße pädagogische Konzepte nicht umsetzbar waren. Der Heimcharakter des Zentrums vermittle eine Abgeschlossenheit zur Umwelt, stigmatisiere die Jugendlichen und erschwere die Integration.

Bricht jetzt Chaos aus?

In der Einrichtung werden ungefähr fünfzig verhaltensauffällige junge Männer zwischen zehn und 18 Jahren betreut. Die Kinder und Jugendlichen werden laut Caritas in Zusammenarbeit mit der Jugendwohlfahrt des Landes in anderen Betreuungseinrichtungen untergebracht.

Bis es soweit ist, befürchtet, ein Betreuer gegenüber den OÖN, dass in Gleink jetzt die totale Anarchie ausbricht, sich so mancher junge Bursch mit dem Ende der Einrichtung vor Augen, nicht mehr bändigen lässt.

Ein weiterer Mitarbeiter kündigte im ersten Frust an, er wolle mit seiner Gruppe nach Linz fahren und vor dem Caritas-Sitz gegen die Schließung demonstrieren. Die Stimmung unter den Betroffenen ist alles andere als gut. Da wird es wohl vorerst auch nicht viel helfen, dass der Arbeitgeber einen Sozialplan aufstellen will und den Übertritt in die Arbeitsstiftung der Diözese Linz anbietet.

Zum Zeitpunkt der Schließung sagt Caritas-Direktor Mathias Mühlberger: „Aktuell wären hohe Investitionen zu tätigen gewesen, um die neue Qualitätsrichtlinie des Landes erfüllen zu können.“ Dazu komme, dass in dem alten Gebäude die Fixkosten sehr hoch seien. „Wir standen vor der Entscheidung, ob wir diese enorme finanzielle Belastung auf uns nehmen, obwohl sich der Standort als ungeeignet für eine solche Einrichtung erwiesen hat.“

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Artikel Von Martin Dunst 21. April 2009 - 00:04 Uhr
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