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Steyr

Bei regionalem Sparbrief entscheiden Anleger, in welche Projekte Geld fließt

Von Christopher Buzas   12. April 2012 00:04 Uhr

KIRCHDORF. Einer Radikalisierung der politischen Kultur entgegenwirken und in soziale Sicherheit investieren. Das ist der Wunsch der Initiative „MehrWertGeld.“ Um diese Ziele zu realisieren, ruft der Verein einen Sparbrief der besonderen Art ins Leben.

Wie bei einer Bank können Interessierte dabei Geld in den Sparbrief einzahlen. „Das Besondere ist, dass bei uns die Gelder ausschließlich für regionale Investitionen verwendet werden“, sagt Alexander Hader, einer der geschäftsführenden Vorstände des Vereins.

Das Geld, das durch die Anleger hereinkommt, wird auf einem Treuhandkonto gesammelt und steht für die Kreditvergabe für Projekte zur Verfügung, die einen Mehrwert für die Regionen Steyr und Kirchdorf bieten. Wer die Mindesteinlage von 2000 Euro investiert, kann genau bestimmen, für welche Projekte sein Kapital verwendet wird. Eine weitere Besonderheit an diesem Modell ist, dass der Fixzinssatz mit 0,125 Prozent gering ist, da das Projekt nicht auf Gewinn ausgerichtet ist. Dafür müssen auch Kreditnehmer wenig Zinsen zahlen.

Um zu verhindern, dass keine zweifelhaften Projekte gefördert werden, müssen alle, die einen Kredit wollen, eine doppelte Prüfung bestehen. „Der Projektprüfungsbeirat des Vereines beurteilt den jeweiligen Antrag nach verschiedenen Kriterien, wie etwa dem regionalen Mehrwert der finanzierten Aktion“, sagt Hader. Außerdem prüfen entweder die Sparkasse Kremstal Pyhrn oder die Raiffeisenlandesbank, die als Partnerbanken fungieren, die Kreditwürdigkeit des Interessenten.

Präsentiert wird das Konzept am 17. April um 19 Uhr im Freizeitpark Micheldorf. Eine gewisse Summe, die an Einlagen zustande kommen soll, schwebt dem Verein nicht vor. Hader: „Wir wollen das nicht über eine Zahl definieren. Wir freuen uns über jede Einlage.“

 

Der Verein

Die Gründung Gegründet wurde der Verein „MehrWertGeld“ von Herbert Hubinger, Karl Sieghartsleitner, Otmar Wabl, Gertraud Angerer, Alexander Hader, Gerald Warter, Georg Brandstetter und Carlo Neuhuber.

Die Partner Die Initiative des Vereines wird vom SPES-Verein, dem TIZ Kirchdorf, dem Regionalmanagement Steyr-Kirchdorf, den Berufsbildenden Schulen Kirchdorf, dem Verein Leb’s Net’s 21, dem Global Marshall Plan, Regionalgruppe Steyr-Kirchdorf und dem Netzwerk von Christen unterstützt. Außerdem helfen die Sparkasse Kremstal-Pyhrn und die Raiffeisenbank bei der Umsetzung.

Die Idee Die Sparer entscheiden, wohin ihre Einlagen fließen. Sie können zwischen den Kategorien „Nachhaltige Landwirtschaft und Umwelt“, „Zukunftsfähige Wirtschaft“ und „Erneuerbare Energie“ und „Sozialprojekte und Kultur“ wählen.

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