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Sintflutartige Regenfälle zerstörten Teile der Pass-Gschütt-Straße

Von Robert Stammler, Luise Walchshofer   30.Juli 2019

Sintflutartige Regenfälle zerstörten Teile der Pass-Gschütt-Straße
Pass-Gschütt-Straße in Rußbach

Sintflutartige Regenfälle in Teilen des Salzkammergutes haben in der Nacht auf Montag das Ende der Hitzewelle besiegelt – mit schweren Folgen.

In der Salzburger Tennengau-Gemeinde Rußbach am Pass Gschütt, sie ist der Nachbarort von Gosau, musste Montag früh Zivilschutzalarm ausgerufen werden, nachdem es in der Nacht 130 Liter pro Quadratmeter geregnet hatte. Dort trat der gleichnamige Rußbach über die Ufer und überschwemmte die Pass-Gschütt-Bundesstraße (B 166) zwischen Rußbach und Abtenau. Eine Brücke und rund 300 Meter Fahrbahn wurden von den Wassermassen weggerissen. Die Salzburger Gemeinde war gestern nur noch von Oberösterreich aus erreichbar. Verletzt dürfte niemand worden sein.

Video: Das Ausmaß der Zerstörung aus der Vogelperspektive.

In 24 Stunden 86 Liter in Gosau

Auch in Gosau richtete der Stark-regen schwere Schäden an. "Es hat bei uns in 24 Stunden 86 Liter pro Quadratmeter geregnet. Viele Straßen, Wege und auch Brücken sind beschädigt worden. Zahlreiche Keller wurden überflutet", berichtete gestern Bürgermeister Friedrich Posch. Auch Bad Goisern erwischte es. "Wir sind kurz nach 5.30 Uhr alarmiert worden. Auf der Straße ist uns dann das Wasser schon 30 bis 40 Zentimeter hoch entgegengekommen", schilderte Andreas Hippesroither von der freiwilligen Feuerwehr. Häuser und Betriebsgelände wurden überschwemmt.

Die Einsatzkräfte hatten alle Hände voll zu tun, die Fahrbahnen von Schutt und Geröll zu befreien. "Eine Forststraße ist weggerissen worden, weil der Weissenbach über die Ufer getreten ist." In Bad Goisern dürften in der Nacht etwa 80 Liter pro Quadratmeter Regen gefallen sein.

Laut dem ZAMG-Meteorologen Christian Ortner waren die Starkregenfälle regional begrenzt. So fielen etwa im von Gosau nur rund 30 Kilometer entfernten Bad Aussee lediglich knapp 20 Liter Regen. Zu lokalen Überschwemmungen kam es auch im Inn- und im Mühlviertel. So gut wie gar keinen Regen gab es im Bezirk Grieskirchen. Gestern entspannte sich die Starkregen-Situation, das Wetter bleibt bis Freitag aber wechselhaft.

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13. November 2019