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Oberösterreich

Sieben Fakten zur Schüler-Demo in Linz für den Klimaschutz

15. März 2019

Fakten zur Schüler-Demo in Linz für den Klimaschutz
Seit sieben Wochen demonstrieren Schüler jeden Freitag in Linz für den Klimaschutz. Von Woche zu Woche werden es mehr.

LINZ. Groß ist die Aufregung rund um die Klimaschutz-Demo, bei der heute mehr als 1000 Schülerinnen und Schüler vom Linzer Hauptplatz über die Nibelungenbrücke zum Landhaus marschieren. Doch was fordern die Schüler eigentlich? Und was sagen Direktoren und Politiker dazu? Wir fassen die wichtigsten Fakten zusammen.

1 Was wollen die Schüler mit der Demonstration erreichen?

"Wir wollen, dass die Politik einen konkreten Plan für die Umsetzung der Pariser Klimaziele macht", sagt Initiatorin Ida Berschl. Darin ist unter anderem das Ziel enthalten, die globale Erderwärmung auf weniger als 1,5 Grad im Vergleich zum Beginn der Industrialisierung zu begrenzen. Die Politiker müssten Rahmenbedingungen schaffen, damit jeder Einzelne nachhaltig leben könne, sagt die Schülerin: "Etwa, indem der öffentliche Verkehr ausgebaut wird."

2 Wie ist die Idee für die Demo in Linz entstanden?

Weltweit gibt es heute in 100 Staaten mehr als 1650 Klimakundgebungen, in Österreich unter anderem in Wien, Graz und Salzburg. Ausgelöst hat die Bewegung die schwedische Schülerin Greta Thunberg. Sie begann im August, vor dem Parlament in Stockholm für einen stärkeren Einsatz Schwedens gegen den Klimawandel zu demonstrieren. Ihr Schulstreik fand tausende Nachahmer in aller Welt. Seit Dezember gibt es jeden Freitag in Wien eine Demonstration, seit Jänner in Linz. "Ich fragte, ob es das auch in Linz gibt", schildert Initiatorin Berschl den Start. Nein, habe man ihr gesagt. "Aber fang’ du an!" Das tat sie.

3 Warum entstand eine Debatte um die Demos?

Im Fokus stand die Frage, ob Schüler für die Demonstration freibekommen. Die Bildungsdirektion in Oberösterreich hält sich zurück: Jeder Klassenvorstand muss selbst entscheiden, ob er freigibt. Rechtlich heikel wird es für Schüler aber erst bei mehrmaligem Fehlen.

4 Wie läuft die Demonstration in Linz ab?

Die Schüler treffen sich um 11 Uhr auf dem Hauptplatz, um 12 Uhr startet die Demo, die über die Nibelungenbrücke und wieder zurück auf den Hauptplatz und weiter zum Landhaus führt. Dort gibt es eine Kundgebung.

 


5 Was sagen Direktoren?

Sie sehen die Sache unterschiedlich. Christian Armbruster, Direktor der Linzer HTL 1, sieht die Demo positiv: "Eine lobenswerte Initiative", sagt er. Rein rechtlich müssten zwar Fehlstunden eingetragen werden: "Ich setze mich aber dafür ein, dass sie als entschuldigt gewertet werden." Der Schulleiter geht sogar noch weiter: "Ich habe angeregt, das Thema Klimaschutz im Unterricht aufzugreifen. Das ist ein wichtiges Thema, das in der Schule behandelt werden muss."

6 Wie reagiert die Politik auf die Klimademonstrationen?

Zwiespältig. Ressortchef Heinz Faßmann (ÖVP) zeigt zwar grundsätzlich Verständnis für das Anliegen der Schüler, plädiert aber für Demonstrieren außerhalb der Unterrichtszeit. Ähnlich sieht das die für Bildung zuständige Landeshauptmann-Stellvertreterin Christine Haberlander (VP). Sie begrüße zwar, wenn sich Schüler "sozial- oder gesellschaftspolitisch" engagieren: "Ich denke allerdings, dass dies auch im Rahmen von gezielten Projekten oder in der Freizeit möglich sein sollte, sodass nicht die reguläre Unterrichtszeit dafür geopfert werden muss." Landeshauptmann Thomas Stelzer (VP) besucht dagegen die Kundgebung und nimmt gegen 13.30 Uhr das Forderungspapier der Schüler entgegen.

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7 Warum mussten Schüler die Klima-Demo in Steyr wieder absagen?

Kurios: In Steyr scheiterte die Demo, weil der Magistrat eine Zahlung von 300 Euro verlangte. Den Schülern war das zu teuer, und sie sagten die Demo wieder ab, die OÖN berichteten.

Ob Schüler am Freitag zum weltweit ausgerufenen Schüler-Streik gehen dürfen, beantwortet Bildungsdirektor Alfred Klampfer in OÖN-TV – Hier geht's zur Sendung

Ida Berschl: Junge Kämpferin für den Klimaschutz – Zum Portrait

Video: 1000 Schüler werden in Linz erwartet

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