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Oberösterreich

Unbedingte Haftstrafen in Steyr für Bankomat-Diebe

Von nachrichten.at/apa   19. Juni 2019 18:15 Uhr

STEYR. Sieben Rumänen sind am Mittwoch im Landesgericht Steyr rechtskräftig wegen rund eines Dutzend Bankomat-Diebstählen zu Haftstrafen zwischen einem und viereinhalb Jahren verurteilt worden.

Die Bande war der Polizei im Dezember des Vorjahres ins Netz gegangen, als sie in einer Nacht zwei Bankomaten in Asten (Bezirk Linz-Land) und Buchkirchen (Bezirk Wels-Land) aus der Verankerung gerissen hatte.

Sechs Männer bildeten für ihre Diebstähle unterschiedliche Gruppen und waren oft nur für die Verbrechen in Oberösterreich. Der siebente, laut Staatsanwaltschaft die "Drehscheibe" der Bande, war in Linz ansässig und organisierte die Verbrechen. Die Taten liefen dann immer nach einem der Polizei bereits bekannten Schema ab: Die Rumänen fuhren mit einem zuvor gestohlenen Fahrzeug vor, rissen den Bankomat aus der Verankerung und hoben ihn mithilfe von Schwerlastgurten in den Wagen. Dann suchten sie einen unbeobachteten Ort, um den Geldautomaten mit einer Motorflex aufzuschneiden.

In der Nacht auf den 11. Dezember 2018 gelang ihnen das aber gleich zweimal nicht. Jene Gruppe, die in Asten am Werk war, wurde gestoppt, bevor sie den Bankomaten aufgeschnitten hatte. Jene von Buchkirchen flüchtete, bevor sie das Geld einsammeln konnte. Das gesamte Bargeld blieb zurück. Wenige Stunden später waren beide Tätergruppen geschnappt.

Die höchste Strafe von viereinhalb Jahren kassierte ein Rumäne, der bei fünf Bankomat-Diebstählen einen Schaden von 432.000 Euro angerichtet hatte. Der Zweitangeklagte erhielt wegen drei Straftaten und 377.000 Euro Schaden dreieinhalb Jahre Haft. Für zwei Diebstähle und 195.000 Euro Schaden fasste der nächste 16 Monate aus. Drei weitere Angeklagte verurteilte das Gericht wegen eines Diebstahls und 167.000 Euro Schaden zu jeweils einem Jahr Haft. Und der Organisator der Bande bekam 20 Monate. Alle Strafen sind unbedingt, teilte Gerichtssprecher Christoph Mayer am Abend mit. Alle Angeklagten verzichteten auf Rechtsmittel, ebenso die Staatsanwaltschaft. Somit sind die Urteile rechtskräftig.

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