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Oberösterreich

"Schulweg mit den Kindern mehrere Male trainieren"

04. September 2020 10:02 Uhr

"Schulweg mit den Kindern mehrere Male trainieren"
Schulbeginn: Verkehrsteilnehmer müssen auf die Jüngsten achten. (OÖN)

LINZ. Was Eltern vor Schulbeginn beachten sollen.

In zehn Tagen geht der Ernst des Lebens wieder los, denn am 14. September startet der Schulunterricht. Für 16.042 Taferlklassler wird es der erste Schultag sein. Bis dahin ist für die Eltern noch Zeit, den Schulweg mit den Kleinen zu üben.

"Wichtig ist, den Weg mehrere Male gemeinsam zu trainieren", sagt ÖAMTC-Verkehrspsychologin Marion Seidenberger. Nicht nur am Wochenende mit wenig Verkehr, sondern auch in der Früh an Wochentagen. Eine Grundregel laute: Das Handy gehört in die Schultasche und nicht in die Hand. Auch Kopfhörer stellen eine Gefahr dar, "denn Musikberieselung schottet von wichtigen akustischen Informationsquellen ab".

In Corona-Zeiten sollten Eltern den Weg zur Schule aber auch mit älteren Kindern noch einmal besprechen, rät die Expertin. Wie sind nun die Abfahrtszeiten der öffentlichen Verkehrsmittel? Wo muss man Masken tragen? Was ist, wenn das Kind die Maske vergessen hat? Solche Fragen sollten Eltern und Kinder noch einmal durchgehen. Zur Sicherheit haben die Kinder immer eine zweite Maske mit im Schulgepäck. Die Expertin vermutet, dass die Eltern angesichts der Corona-Situation ihre Kinder vermehrt mit dem Auto in die Schule bringen werden. Das Aussteigen vor der Schule sollte zwar so rasch wie möglich passieren. "Dennoch sollten Eltern nicht direkt bis zum Schultor vorfahren, um Staus zu vermeiden."

Im Vorjahr passierten in Oberösterreich 94 Schulwegunfälle. Ein zehnjähriges Mädchen kam im Bezirk Braunau dabei tragischerweise ums Leben, als es aus dem Schulbus stieg, dabei direkt die Fahrbahn kreuzte und von einem Auto erfasst wurde.

Vertrauensgrundsatz gilt nicht

Kindern fehle die Erfahrung, Risiken richtig einzuschätzen, sie haben ein viel kleineres Sichtfeld und damit weniger Überblick, sagt Seidenberger. Sie und ÖAMTC-Landesdirektor Harald Großauer appellieren daher an alle Verkehrsteilnehmer, auf Schulkinder acht zu geben. "Bei Kindern gilt der Vertrauensgrundsatz nicht. Fahrzeuglenker müssen etwaige Verhaltensfehler von Kindern ausgleichen", betont der ÖAMTC-Chef.

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