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Zu hohe Kosten, zu wenige Besucher: Gmunden will sein Museum wachküssen

GMUNDEN. Gemeinde setzt auf Sparmaßnahmen und eine Öffnung des K-Hofs für Veranstaltungen.

Zu hohe Kosten, zu wenige Besucher: Gmunden will sein Museum wachküssen

Andreas Murray, Bgm. Stefan Krapf, Johannes Weidinger und Manfred Andessner rufen eine Offensive aus. Bild: ebra

Die Stadtgemeinde Gmunden und die Landesregierung nutzten die Landesausstellung 2008, um das Kammerhofmuseum für 3,2 Millionen Euro zu modernisieren. Seither heißt es K-Hof-Museum. Doch was die geringen Besucherzahlen betrifft, blieb alles beim Alten. Nur 6258 Eintritte wurden im Vorjahr gezählt. Der Abgang des Museums lag laut ÖVP-Bürgermeister Stefan Krapf bei "weit über 300.000 Euro".

Konsequenter Sparkurs

Dabei wollen es die Rathausverantwortlichen nicht belassen. Sie verpassten dem Museum einerseits einen Sparkurs: Bereits heuer sollen rund 100.000 Euro weniger ausgegeben werden. Unter anderem bei den Personalkosten. Die langjährige Museumsleiterin Ingrid Spitzbart ging zu Jahresbeginn in Pension. Ihr Dienstposten wurde nicht nachbesetzt. Stattdessen übernahm der langjährige Museumsmitarbeiter Johannes Weidinger die Leitung.

Andererseits sollen künftig mehr Besucher in das Museum gelockt werden. "Wir öffnen das Haus für Lesungen, kleine Konzerte, Empfänge und Vorträge", sagt Weidinger. "Unser Haus soll ein Ort der Begegnung werden."

Was das Ausstellungsprogramm selbst betrifft, denkt Weidinger an Sonderausstellungen, die das Museum auch für Einheimische attraktiver macht. Er will dabei eng mit lokalen Vereinen (Musealverein) und Betrieben kooperieren und beispielsweise Ausstellungen über die Schifffahrtsgeschichte am Traunsee, Gmundens Industriegeschichte, die Historie des Yachtclubs und andere Gmundner Inhalte aufbereiten. Manfred Andessner, Kulturamtsleiter und ÖVP-Stadtrat, ist überzeugt, dass sich damit neues Leben in das ehrwürdige Museum einhauchen lässt. "Die Einheimischen glauben, das Museum zu kennen, und betreten es nicht mehr", sagt er. "Eine abwechslungsreiche Bespielung mit lokalen Themen ist das Gebot der Stunde."

Eine Belebung dürfte auch die künftige Kooperation mit dem Tourismus bringen. Das bisher im Rathaus untergebrachte Tourismusbüro als erste Anlaufstelle für Gäste übersiedelt ins Museum. Das bringt nicht nur zusätzliche Besucher. "Auch die Öffnungszeiten beider Einrichtungen lassen sich damit ausweiten", sagt Tourismusdirektor Andreas Murray.

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Artikel Edmund Brandner 16. April 2019 - 04:37 Uhr
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