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Salzkammergut

Vöcklabruck: VP präsentiert Vorschläge für Notschlafstelle

Von Gerhard Hüttner 18. Juni 2019 05:01 Uhr

VP präsentiert zwei Vorschläge, wo für sie Notschlafstelle besser passen würde
Die Notschlafstelle „Mosaik“ in der Gmundner Straße platzt aus allen Nähten, man braucht dringend mehr Platz.

VÖCKLABRUCK. Vöcklabrucker Bürgermeister sauer, weil Sozialzentrum nicht über Alternativen reden will.

Zwei Alternativstandorte für die geplante Notschlafstelle in der Heschgasse haben gestern Bürgermeister Herbert Brunsteiner und Sozial-Stadtrat Thomas Pamminger (beide VP) präsentiert: Mögliche Standorte wären in der Dr.-Wilhelm-Bock-Straße hinter dem OBI-Baumarkt oder neben der REVA-Halle.

Wie berichtet, hat der Gemeinderat in einer geheimen Abstimmung beschlossen, das Umwidmungsverfahren für eine Notschlafstelle im "Öttlhaus" in der Heschgasse weiterzuführen – obwohl es dagegen massive Beschwerden von Anrainern gibt.

Stadtrat Pamminger erklärt, dass dort Übergangswohnungen durchaus vorstellbar wären. Überlegenswert wäre, dort auch Startwohnungen für junge Leute zu schaffen. Damit wäre auch der Wunsch der Franziskanerinnen erfüllt, die das Areal beim Mairhof verwerten wollen.

Die Notschlafstelle allerdings passt für die ÖVP dort nicht hin. Pamminger präsentierte zwei Grundstücke, die laut VP besser geeignet sind: Das Areal hinter dem OBI-Markt gehört den Franziskanerinnen, der Standort neben der REVA-Halle ist im Besitz der Stadt. Beide Standorte hätte die geforderte Behördennähe, ist der Sozial-Stadtrat überzeugt.

Bürgermeister Brunsteiner ist der Meinung, dass die Sache parteipolitisch gespielt werde. "Das ist einer Sache nicht dienlich." Er sei "sauer und zweifelt an der Aufrichtigkeit des Vorstands des Sozialzentrums und der Grünen", weil sie sämtliche Alternativen ablehnten und darüber nicht einmal diskutieren wollten. Brunsteiner ("Wir schätzen die Arbeit des Sozialzentrums sehr und tragen sie mit.") weist darauf hin, dass man mit der gewählten Vorgangsweise riskiere, dass sich ein Neubau des Sozialzentrums um Monate verzögert. Denn man beharre auf einer Variante, die mit hoher Wahrscheinlichkeit abgelehnt werde.

"Wir wollen den Ausgang des Widmungsverfahrens abwarten", so Gerlinde Mayer, Obfrau-Stellvertreterin des Vereins Sozialzentrum. "Dieser Standort für das Beratungszentrum, Übergangswohnungen und 15 Notschlafstellenplätze ist von unserem Auftraggeber, dem Land Oberösterreich genehmigt. Er auch deutlich besser geeignet als die genannten Alternativen. Diese sind nicht vom Land begutachtet und es gibt teilweise auch keine Zustimmung seitens der Grundstückseigentümer. Weiters stehen wir zur ökologischen Verantwortung, leerstehende Gebäude nachzunutzen, anstatt auf der grünen Wiese neu zu bauen."

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Artikel von

Gerhard Hüttner

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