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Salzkammergut

Verirrter Tscheche vom Hirlatz gerettet

Von nachrichten.at   13. August 2019 16:55 Uhr

Das Wiesberghaus war das Ziel der Wanderung

HALLSTATT. Gleich mehrfach Glück hatte ein Tscheche, der sich am Montag am Dachsteinmassiv im Nebel verirrt hatte. Erstens konnte ein Bergretter die Standortübermittlung übersetzen und zweiten waren zwei Bergretter ganz in der Nähe.

Um 17:11 Uhr langte bei der Polizei der Notruf des 44-jährigen Tschechen ein, er habe sich irgendwo auf dem Dachstein im Nebel verirrt, sei verletzt und brauche Hilfe. Zum Standort gab er vorerst mangelhafte Koordinaten an. Bei einem zweiten Notruf bei der Polizei in der Steiermark änderten sich die Koordinaten erneut (Bereich "Ochsenwieshöhe"). 

Glücklicherweise befand sich ein tschechisch sprechender Bergretter der Ortsstelle Hallstatt im Einsatz, der telefonischen Kontakt mit dem 44-Jährigen aufnahm und ihn anwies, seine exakten Koordinaten per SMS zu übermitteln. Dadurch konnte der exakte Standort im Bereich des Hirlatz/Zwölferkogellahnbock erhoben werden.

Zwei Bergretter der Ortsstelle Hallstatt befanden sich zufällig auf dem nahegelegenen "Wiesberghaus" und machten sich auf den Weg zum Verirrten.

Aufgrund einer möglichen Fußverletzung fuhren bzw. stiegen auch zwei Bergretter sowie zwei Alpinpolizisten mit Sanitätsmaterial zum Standort des Tschechen auf. Nach etwa einer Stunde Anmarsch hatten die Bergretter Rufkontakt zum Verirrten und erreichten diesen nach weiteren zwanzig Minuten.

Der Tscheche war augenscheinlich unverletzt, stieg gemeinsam mit den Einsatzkräften ab bzw. wurde ab dem Bereich Wiesalm mit dem Streifenwagen ins Tal gebracht.

Der 44-Jährige gab an, dass er für zwei Tage nach Hallstatt gekommen sei, sich im Internet eine Wander-/Bergtour ausgesucht und sich für den Aufstieg von Hallstatt zum Wiesberghaus und wieder zurück entschieden habe. Hier kam er dann vom markierten Wanderweg ab und geriet auf Jagdsteige im Bereich des Hirlatz, die mit "Steinmandln" markiert sind. Diesen folgte er einige Zeit, verlor aber irgendwann auch diese Steigspuren/Markierungen. Aufgrund der eintreffenden Kaltfront verschlechterte sich die Sichtweite und er verlor endgültig die Orientierung.

Schließlich versuchte er etwa zwei Stunden lang den Weg zurück zu finden, geriet aber immer wieder in unwegsames Gelände bzw. an abfallende Felswände, welche einen Rückzug unmöglich machten.

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