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Salzkammergut

Teuerung trifft Menschen im Salzkammergut hart

13. August 2022 11:50 Uhr

Die gestiegenen Treibstoffkosten treffen Pendler empfindlich.

GMUNDEN, VÖCKLABRUCK. Durchschnittspendler im Salzkammergut geben laut AK heuer 600 Euro mehr für Treibstoff aus.

In den beiden Bezirken Gmunden und Vöcklabruck geben die Menschen laut einer AK-Befragung rund ein Viertel ihrer Haushaltsbudgets für Wohn- und Energiekosten aus – Tendenz stark steigend. Für mehr als die Hälfte der Befragten stellt das eine finanzielle Belastung dar.

Die Preise für Pellets, Strom und Lebensmittel steigen im Salzkammergut so wie in ganz Österreich. Aber die hohen Treibstoffpreise machen sich besonders für die vielen Pendlerinnen und Pendler im Salzkammergut bemerkbar. Bei einer durchschnittlichen täglichen Wegstrecke von knapp 55 Kilometern müssen Beschäftigte, die auf ihr Auto angewiesen sind, heuer um durchschnittlich 602 Euro mehr bezahlen als im vergangenen Jahr, um zur Arbeit zu kommen. Auf den gesamten Bezirk umgelegt, sind das Mehrkosten von 21,7 Millionen Euro.

Die Arbeiterkammer fordert vor diesem Hintergrund eine Entlastung der Menschen. "Die bisherigen Maßnahmen der Bundes- und Landesregierung gegen die Teuerung reichen bei weitem nicht aus", sagt AK-Präsident Andreas Stangl.

Um die Pendlerinnen und Pendler zu entlasten, müsse der öffentliche Verkehr massiv ausgebaut werden. Dazu sollte laut Stangl die Pendlerpauschale reformiert und in eine kilometerabhängige Direktzahlung umgewandelt werden. Energie-, Miet- und Lebensmittelpreise müssten durch staatliche Eingriffe gedeckelt und somit gesenkt werden, fordert der AK-Präsident. Gleichzeitig müssten bei all jenen Energieunternehmen, die derzeit Rekordgewinne auf Kosten der Allgemeinheit vermelden, die Übergewinne abgeschöpft und im Sinne des Gemeinwohls umverteilt werden.

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