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Salzkammergut

Standortfrage für Obdachlosen-Bleibe beunruhigt umliegende Nachbarschaft

Von Gary Sperrer 21. Juni 2019 00:04 Uhr

Standortfrage für Obdachlosen-Bleibe beunruhigt umliegende Nachbarschaft
Im "Öttlhaus" in der Vöcklabrucker Heschgasse soll eine Notschlafstelle für Obdachlose errichtet werden.

VÖCKLABRUCK. Anrainer von geplanter Notschlafstelle argumentieren gegen Einrichtung in Heschgasse.

Wie in den Salzkammergut-Nachrichten berichtet, ist geplant, in der Vöcklabrucker Heschgasse eine Notschlafstelle für vorerst 15 obdachlose Personen einzurichten, da die bisherige ("Mosaik") aus allen Nähten platzt. Die Diskussionen darüber sind intensiv, es gibt Für und Wider, und es wird auch über alternative Standorte verhandelt.

Nun haben sich gut 200 Bürgerinnen und Bürger in einer Stellungnahme und mit einer Unterschriftenliste klar gegen den ins Auge gefassten Standort Heschgasse ausgesprochen. "Die momentane Situation ist viel weitläufiger, wie man vermutet", sagt ein Anrainer. "Auch Kaufleute am Stadtplatz verstehen diese Konzentration einer Einrichtung des Sozialvereins nicht und teilen unsere Ängste. Eine besondere Erwähnung für die große Personengruppe und auch aktiven Bürger wäre deren sozialer und auch humaner Umgang mit dieser Konfrontation eines kaufmännischen Projektes der Franziskanerinnen von Vöcklabruck wert, die mit diesem auch stark Umweltressourcen verschlingenden Projekt – Grüne würden dies vielleicht sogar ‚Baummord‘ nennen, weil für dafür eine lange bestehende Baumkultur geopfert werden soll – auf Kosten anderer Profit schlagen möchten."

Die soziale Verantwortung werde in den nächsten Jahren weiter wachsen und somit auch dieses Projekt inmitten einer Wohngegend größer werden, befürchten die Anrainer, "zur Freude der Vermieter und zulasten der Bewohner und auch Kinder."

"Fragwürdige" Alternativen

Von Grünen-Seite meldete sich Stadträtin Sonja Pickhardt-Kröpfel zu Wort: "Negative Stellungnahmen von Anrainern gab es auch vor der Eröffnung des bisherigen Standortes in der Gmundner Straße. Während der fast 29-jährigen Betriebsdauer gab es hingegen keine Probleme." Für die Grünen seien die Alternativstandorte Bockstraße (neben Krankenhaus-Parkplatz) und Kunzstraße (neben REVA-Halle) "fragwürdig".

Die betroffenen Anrainer sehen das anders, wie einer von ihnen ausführt: "Man sollte bedenken, dass es um echte Ängste von Menschen geht, die sich ihrer sozialen Verantwortung in vielerlei unterschiedlichem Handeln bewusst sind. Es geht nicht um einseitig gewolltes Verhindern eines Sozialprojekts, sondern darum, dass ein großer Teil der umgebenden Nachbarschaft hier kein derartiges Projekt befürwortet, das an anderem Ort sicher besser aufgehoben wäre." Es handle sich um ein Vorhaben, das ohne Rücksicht auf die Ängste und Bedenken der Bürger in der Nachbarschaft durchgezogen werden solle.

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Artikel von

Gary Sperrer

Lokalredakteur Salzkammergut

Gary Sperrer
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