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Schicksalhaftes Salzkammergut-Derby zwischen Gmunden und Bad Ischl

Von Edmund Brandner   22.Mai 2019

Schicksalhaftes Salzkammergut-Derby zwischen Gmunden und Bad Ischl
In der entscheidenden Saisonphase geht es für beide Vereine um alles.

Falls es schlecht hergeht, ist es das letzte Salzkammergut-Derby für längere Zeit, ganz sicher aber ist es ein entscheidendes: Am Samstag, 17 Uhr, empfängt im Schlagerspiel der OÖ-Liga der SV Zebau Bad Ischl den SV Gmundner Milch. Der Viertletzte in der Tabelle spielt damit gegen den Drittletzten. Beide Vereine kämpfen noch gegen den Abstieg und brauchen jeden Punkt.

"Das Duell mit Bad Ischl ist immer etwas Besonderes, da ist die Motivation sowieso groß", sagt Günter Laska, Obmann des SV Gmudner Milch. "Aber dieses Mal kommt die prekäre Tabellensituation dazu. Die Heimniederlage gegen Micheldorf in der vergangenen Woche hat uns extrem wehgetan. Wir haben jetzt noch drei Spiele vor uns und müssen unbedingt punkten, wenn wir nicht auf einen der beiden Abstiegsränge abrutschen wollen." Das Positive aus Laskas Sicht: "Wir haben es selbst in der Hand." Das gilt auch für die Ischler, die auch mit einem Remis sicher besser leben könnten.

Heißes Derby auch im Almtal

Aber nicht nur in der OÖ-Liga gibt es für Fußballfans an diesem Wochenende Leckerbissen zu erleben. In der 2. Klasse Süd kommt es zum 44. Almtal-Derby: Der Tabellenführer SV Wolf System Scharnstein empfängt Samstag, um 17 Uhr, zu Hause den UFC Grünau. Was das bedeutet, beschreibt der Schriftsteller René Freund so: "Scharnstein gegen Grünau – Bitschala gegen Krempntretta – hat bei den lokalen Fußballspielen in etwa die Brisanz eines Ländermatches Österreich gegen Deutschland." Im Kampf um den Meistertitel wären drei Punkte für Scharnstein besonders wichtig, denn die ASKÖ Ebensee lauert mit nur zwei Zählern Abstand auf Rang zwei. Grünau ist aktuell an neunter Stelle in der Tabelle zu finden und verlor das Heimspiel mit 0:2. "Auf dem Papier scheint die Ausgangslage klar zu sein, aber ein Derby hat seine eigenen Gesetze", warnt Scharnsteins Obmann-Stellvertreter Michael Platzer.

Immerhin: Die Grünauer erwiesen sich in dieser Saison immer wieder als Favoritenschreck. Nachdem man sich im Herbst gegen den damaligen Tabellenführer aus Oberwang auswärts klar mit 3:0 durchsetzen konnte, wurde vor kurzem auch die ASKÖ Ebensee daheim mit 1:0 besiegt.

Die Scharnsteiner Gastgeber sind hingegen seit acht Runden ungeschlagen und mussten im Frühjahr erst eine Niederlage hinnehmen. Optimistisch stimmt sie die Rückkehr von Clemens Ramsebner, der nach einem Schlüsselbeinbruch wieder im Kader steht.

 

 

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19. Juli 2019