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Salzkammergut

Nächtliche Gewalt: "Repression ist zu wenig"

11. Februar 2020 00:04 Uhr

Clemens Stammler
Clemens Stammler

GMUNDEN. Der grüne Nationalratsabgeordnete Clemens Stammler aus St. Konrad glaubt nicht, dass Gmunden nur durch mehr Polizeipräsenz und eine rigorose Sperrstundenpolitik nächtliche Sicherheit herstellen kann.

"Zweifelsohne hat Gmunden ein Problem mit Aggressoren und Vandalismus", sagt Stammler. "Eine höhere Polizeipräsenz ist begrüßenswert. Aber das Problem zeigt auch, dass es eine qualifizierte Integrations- und Sozialpolitik sowie Jugendarbeit braucht." Wobei Gmundens Nachbargemeinden hier mindestens genauso gefordert wären. Viele gewaltbereite Jugendliche kommen von außerhalb.

Stammler weist darauf hin, dass durch die strenge Sperrstundenkontrolle nun auch harmlose Lokale ins Visier der Sicherheitsbehörden geraten. "Gmunden war in den vergangenen Jahren oft wie leergefegt", sagt er. "Jetzt hat sich endlich wieder eine kleine Lokalszene mit netten Beisln entwickelt, die der Stadt ein besonderes Flair geben. Das sollte nicht gefährdet werden."

Stammler weist auch auf eine Studie der Universität Bamberg hin. Ihr zufolge gibt es in Städten ohne generelle Sperrstunde weniger Gewaltprobleme. Unter anderem deshalb, weil nicht alle Gruppierungen zur gleichen Zeit auf die Straße geschickt werden.

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