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Salzkammergut

Nach 40 Jahren in der Politik zieht sich Gottfried Hirz ins Privatleben zurück

Von Edmund Brandner  17. Juli 2021 00:04 Uhr

Nach 40 Jahren in der Politik zieht sich Gottfried Hirz ins Privatleben zurück
Ab jetzt nur noch politischer Beobachter

REGAU. Der 63-jährige Regauer war einer der Pioniere der österreichischen Grünbewegung.

Ein Abschiedsgespräch mit den OÖNachrichten und den Tips war gestern "meine letzte politische Aktivität", wie Gottfried Hirz sagte. Der 63-jährige Regauer tritt bei der Landtagswahl im September nicht mehr an. Wenige Monate nach Rudolf Anschober verlässt damit die zweite prägende Figur der oberösterreichischen Grünen die politische Bühne.

Gelernter Pädagoge

Der gelernte Pflichtschulpädagoge, der 1979 aus seiner Heimatstadt Linz in den Bezirk Vöcklabruck übersiedelte, weil er hier eine Schulanstellung bekam, war von Beginn an bei der Entstehung der grünen Bewegung dabei. In Schwanenstadt dockte er bei der PUM an und lernte Rudolf Anschober kennen, mit dem er 1982 in Graz bei der Gründung der "Alternative Liste Österreich" dabei war. Zuhause in Oberösterreich bauten die beiden die Grüne Landespartei auf. Hirz war Geschäftsführer der Partei, er war Landessprecher und zog 2003 mit den Grünen in den Landtag ein, wo er 14 Jahre lang Klubobmann war.

Nach 40 Jahren in der Politik zieht sich Gottfried Hirz ins Privatleben zurück
Hirz mit Anschober Anfang der Achtziger in Schwanenstadt

Der Regauer war zwar nie in der Lokalpolitik, hinterließ in seinem Heimatbezirk aber deutliche Spuren. Als 2010 die Einstellung der Hausruckbahn verhindert wurde, als der Nachtschwärmerbus eingeführt wurde, als bei den Bahnhöfen Attnang-Puchheim und Vöcklabruck Park & Ride-Anlagen entstanden, als öffentliche Seezugänge in der Landesverfassung verankert wurden oder als Hatschek-Bedienstete mit Asbest-Erkrankungen Unterstützung erhielten, war Hirz führend bei den politischen Ermöglichern dabei – wenn nicht überhaupt der Initiator.

"Politik bedeutet, sich Positionen zu erarbeiten, Werte zu vertreten, sie Menschen verständlich zu machen, Mehrheiten zu suchen und die Gesellschaft positiv zu verändern", sagt Hirz. Dass grüne Themen wie Klima- und Naturschutz oder Gleichberechtigung in den vergangenen 40 Jahren immer mehr ins Zentrum der gesellschaftlichen und politischen Diskussion rückten, ist eine Genugtuung für ihn.

In Pension geht der 63-Jährige nach seinem politischen Rückzug allerdings nicht. "Ich werde noch ein paar Jahre Arbeit dranhängen", sagt er. Was er machen wird, hat er noch nicht entschieden. Fix ist nur eines: "Aus der Politik bin ich ab heute draußen."

Artikel von

Edmund Brandner

Lokalredakteur Salzkammergut

Edmund Brandner
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