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Meeresforscher mit Ausseer Wurzeln: Walter Munk verstarb mit 101 Jahren

ALTAUSSEE. Der Geophysiker, der seit 1933 in den USA lebte, galt als "Einstein der Ozeane".

Meeresforscher mit Ausseer Wurzeln: Walter Munk verstarb mit 101 Jahren

Walter Munk (1917–2019) Bild: APA/ROLAND SCHLAGER

Walter Munk war der Spross einer Wiener Bankiersfamilie. Seine Kindheit verbrachte er aber großteils in Altaussee, wo er sich zum begeisterten Skifahrer und Tennisspieler entwickelte, bevor ihn seine Eltern nach New York schickten.

Eigentlich sollte Munk das Bankgeschäft lernen. Rasch erkannte er aber, dass er nicht für die Finanzindustrie geboren war. Stattdessen ging er nach Kalifornien, wo er im Alter von 22 Jahren beim Ozeanographie-Institut der University of California landete.

Nach dem Anschluss Österreichs an Nazideutschland nahm der junge Meeresforscher die US-Staatsbürgerschaft an und ging zur Marine. Seine Analysen zum Verhalten von Brandungswellen trugen 1944 maßgeblich zum Gelingen der Invasion der Alliierten Truppen in der Normandie bei. Die Generäle konnten dank seiner Hilfe den optimalen Zeitpunkt für die Landung der Soldaten bestimmen. Später distanzierte er sich von den Atomtests der Amerikaner im Pazifik und vom politischen Fanatismus in der McCarthy-Ära.

Als Geophysiker erarbeitete sich Munk in den Jahrzehnten danach den Status einer Legende. Während in seiner alten Heimat kaum noch jemand Notiz von ihm nahm, wurde er in den USA als "Einstein der Ozeane" bezeichnet und vielfach ausgezeichnet.

Am vergangenen Freitag starb Walter Munk im Alter von 101 Jahren in seinem Haus in La Jolla (US-Bundesstaat Kalifornien).

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Artikel OÖN 12. Februar 2019 - 00:04 Uhr
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