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Salzkammergut

Mairalm ist wieder offiziell erreichbar, Geologe warnt aber vor weiterer Gefahr

23. September 2019 00:04 Uhr

Mairalm ist wieder offiziell erreichbar, Geologe warnt aber vor weiterer Gefahr
Die von Felsen teils verlegte und von Steinschlag bedrohte Forststraße durch das Lainautal wurde von den Behörden wieder freigegeben.

GMUNDEN. Für Schutzdamm werden 1500 Tonnen des heruntergestürzten Felsmaterials verwendet.

Die nach einem Felssturz am Traunstein bei Gmunden gesperrte Mairalm-Forststraße ist – wie in unserer samstägigen OÖNachrichten-Ausgabe berichtet, seit Freitag wieder geöffnet. Die Bundesforste haben die abgegangenen Gesteinsmassen weggeräumt und den Weg mit einem Schutzdamm gesichert. Damit ist auch die über den Mairalm-Steig führende Route auf den 1691 Meter hohen Berg wieder ohne den zeitraubenden Umweg über die Hohe Scharte begehbar.

Für Bergsteiger und – viel schlimmer noch – für die Bewirtschafterin der Mairalm war der Felssturz eine arge Beeinträchtigung gewesen. Anfang August waren insgesamt 1500 Tonnen Gestein über die sogenannte Johann-Schied abgerutscht und hatten den Weg unpassierbar gemacht. Im Zuge der Aufräumarbeiten musste etwa auch ein 300 Tonnen schwerer Steinblock, der die Forststraße blockierte, gesprengt werden. Weil laut Behörden für Wanderer Lebensgefahr bestand, war aus Sicherheitsgründen auch die traditionelle Bergmesse am Traunstein am 1. September abgesagt worden.

Für die aufwändigen Sicherungsarbeiten haben die Bundesforste rund ein Drittel der heruntergestürzten 1500 Tonnen des Felsmaterials wiederverwendet, um daraus einen Schutzdamm zu bauen, der höher ist als das Niveau der vorbeiführenden Forststraße. Die restlichen 1000 Tonnen haben die ÖBf zu einem nahen Zwischenlager abtransportiert.

Bachbett neu gestaltet

Die heruntergekollerten Felsblöcke wurden dafür zerkleinert, mitunter auch gesprengt. Dieser Damm, so die Simulationsrechnung der Geologen, wird Material von der Ausbruchsstelle, das weiterhin herunterkollern kann, aufhalten. Das neu gestaltete Bachbett gewährleistet nun auch wieder ein ungehindertes Fließen des Lainaubaches.

Der zuständige Geologe, der Gmundner Günter Moser, betont aber auch: "Die normalen Gefahren, die überall im Gebirge vorherrschen, bleiben aufrecht." Dass an unbekannter Stelle irgendwo weiter oben wieder einmal etwas ausbrechen könne, werde nie vermeidbar und beherrschbar sein, sagt Moser. (gs)

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