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Salzkammergut

Kompromiss wurde gefunden, damit Volksschule bestehen bleiben kann

Von Gerhard Hüttner 15. November 2019 00:04 Uhr

Kompromiss wurde gefunden, damit Volksschule bestehen bleiben kann
Das Mutterhaus der Franziskanerinnen in Vöcklabruck - hier soll morgen demonstriert werden.

VÖCKLABRUCK. Franziskanerinnen wollen Salzburger Liegenschaft für Altersvorsorge verwerten.

Der Elternverein der Volksschule Schwarzstraße in Salzburg demonstriert am Samstag vor dem Mutterhaus der Franziskanerinnen von Vöcklabruck. Wenn die Eltern dabei eine Petition zum Erhalt der Volksschule überreichen, dann rennen sie bei Generaloberin Angelika Garstenauer offene Türen ein. Denn der Orden hat sein ursprüngliches Konzept der Bebauung so abgeändert, dass die Salzburger Volksschule bestehen bleiben kann.

In der Vorwoche wurde das Konzept Vertretern der Erzdiözese Salzburg, Landeshauptmann Wilfried Haslauer und Bürgermeister Harald Preuner vorgestellt.

Gespräch mit Wilfried Haslauer

"Das Gespräch fand in einer guten Atmosphäre statt", heißt es von den Franziskanerinnen. Die vorgelegte Variante sieht vor, dass die Volksschule bleiben kann. Noch ist allerdings nichts fix, es handelt sich um einen ergebnisoffenen Prozess, bis spätestens 30. Juni 2020 muss es zu einer Entscheidung kommen. "Es gibt daher in den nächsten Monaten laufend Gespräche", berichtet Wolfgang Marschall, Sprecher für die Franziskanerinnen. "Der Ball liegt bei der Politik." Sie müsse prüfen und entscheiden.

Die Franziskanerinnen betreiben seit 130 Jahren die private Volksschule in Salzburg. Für die Alterssicherung der Ordensschwestern soll das Areal unweit des Schlosses Mirabell für Wohnungen und ein Studentenheim verwertet werden. "Die Franziskanerinnen geben schweren Herzens die Trägerschaft der Volksschule ab", betont Marschall. Aber der Mangel an Ordensnachwuchs, die Überalterung der Schwestern (Durchschnittsalter fast 79 Jahre) und der anstehende hohe Investitionsbedarf der Schule zwingen den Vöcklabrucker Orden dazu.

Der Elternverein wirft den Franziskanerinnen vor, die Schulgemeinschaft "überfallsartig" von der Schließung der Schule informiert zu haben. Der Orden weist das zurück: Man habe gleich im Frühjahr angekündigt, sich für eine gute Lösung fünf Jahre Zeit zu geben. Dass alles jetzt schon auf guter Schiene sei, sei umso erfreulicher.

Und was den Franziskanerinnen in den vergangenen Wochen als Gesprächsverweigerung angekreidet wurde, sei in Wirklichkeit der Tatsache geschuldet, dass sie nicht informieren konnten, weil Stillschweigen mit den Partnern vereinbart war.

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Gerhard Hüttner

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