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Salzkammergut

Kirchham vergab erstmals einen Umweltpreis

11. Mai 2022 14:27 Uhr

Die Preisträger der drei Kategorien „Privatpersonen“, „Vereine/Institutionen“ und „Firmen“

KIRCHHAM. Jeder kann etwas zum Klimaschutz beitragen. Die kleine Laudachgemeinde unterstützt das.

Die Gemeinde Kirchham vergab erstmals einen mit 1500 Euro dotierten Umweltpreis, um umweltbewusstes Denken und Handeln in der Dorfgemeinschaft zu fördern. Mehr als 200 Besuchern waren zu Beginn der Preisverleihung in der Kirchhamer Mehrzweckhalle vom Vortrag des bekannten Meteorologe Alexander Ohms beeindruckt, der ein düsteres aber sehr realistisches Bild des Klimawandels zeichnete. Die unausbleibliche und rasche Erderwärmung (plus vier bis fünf Grad in 100 Jahren) sowie die extremen Veränderungen der Niederschlagsintensität werden gravierende Auswirkungen in unserer Region haben. Deshalb appelliert Ohms, Schutzmaßnahmen, aber auch Anpassungen an den Klimawandel zu treffen. Er sei trotz aller negativen Prognosen zuversichtlich, so Ohms, „denn Aktivitäten wie hier in Kirchham sind bei der Problembewältigung sehr hilfreich, damit bewusst wird, dass jeder Einzelne einen Beitrag leisten kann".

Insgesamt gab es 18 unterschiedliche Einreichungen, die es der Jury nicht einfach machten, die drei Hauptpreise zu vergeben. Im Bereich "Privatpersonen" wurde die Familie Julia Tillmann/Martin Hinterndorfer mit ihrem Projekt „Nachhaltig leben – den persönlichen Lebensstil ökologischer gestalten“ ausgezeichnet. Vom ökologischen Hausbau über die Ernährung bis hin zur Mobilität wird bei der Familie Tillmann-Hinterdorfer in allen Lebensbereichen nachhaltig gehandelt.

 "Veränderung beginnt bei mir" - so lautet seit vielen Jahren die Devise der Volksschule Kirchham, die als Preisträger in der Kategorie "Vereine/Institutionen" hervor ging. Zahlreiche Initiativen zum Umweltschutz hat Direktorin Karin Schwarzlmüller mit ihrer Schulgemeinschaft in den letzten zwölf Jahren angeregt und umgesetzt und damit auch viele Eltern und Erwachsene animiert, Lebensgewohnheiten zu verändern.

Vom nachhaltigen Weihnachtsgeschenk bis zur Energieautarkie und gratis zur Verfügung gestellten E-Bikes für Mitarbeiter reicht die Palette an Maßnahmen der Firma SFK-Manufaktur, die in der Kategorie "Firmen" den Hauptpreis erhielt. Für Eigentümer Gerhard Spitzbart und seine 30-köpfige Belegschaft ist innovative Nachhaltigkeit ein elementarer Bestandteil der erfolgreichen Unternehmensentwicklung.

Ein Sonderpreis wurde schließlich der Nahwärmegenossenschaft Kirchham zuerkannt, bestreitet diese doch seit 25 Jahren den sogenannten "Kirchhamer Holzweg". Die Genossenschaft verarbeitet jährlich 6000 Kubikmeter Hackgut, das von 36 regionalen Land- und Forstwirten geliefert wird. Insgesamt 110 Kunden, darunter alle öffentlichen Gebäude und zahlreiche Betriebe, werden mit Wärme versorgt und sparen so mehr als 500.000 Liter Heizöl pro Jahr ein.

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