Lade Inhalte...

Genusswandern: Die Karstquellen unterm Krippenstein

Von OÖN   19.Juli 2019

Genusswandern in Oberösterreich: Die Karstquellen unterm Krippenstein
Der Koppenwinkel und seine prächtige Natur sind ein Geheimtipp für Wanderer.

Zwischen Dachstein und Sarstein liegt am südöstlichen Ende des Hallstätter Sees Obertraun. Hier am Bahnhof brechen wir auf zu einer abwechslungsreichen und auch kulinarisch nicht zu verachtenden Rundtour.

Auf Schautafeln erfährt man Interessantes zum Thema Karst. Man folgt der Beschilderung in Richtung Koppenwinkel und erreicht, vorbei an Gemeindeamt und Höllwirt entlang des Fußballplatzes, die Traun, die auf einer Brücke überquert wird.

Ab hier wird es einsamer und erst am Fluss entlang, dann durch lichte Wälder erreicht man eine Brücke über einen rauschenden Bach. Wegweiser zeigen den kurzen Anstieg hinauf zum Bühlerbachursprung, der mit seinen unvermittelt aus dem Felsen sprudelnden Ergüssen die Ursache des Wildwassers ist.

Karstquellen, Wasserfall

Weiter folgt man dem Weg vorbei an einer kleinen Kneippstrecke zu den Hütten der Koppenwinkelalm. Nicht weit davon liegt die ebenfalls aus Karstquellen im See gespeiste Koppenwinkellacke, die unter Naturschutz steht. Das Wasser der Koppenwinkellacke ist gerade einen halben Meter tief und eiskalt. Ein riesiger Felsbrocken liegt neben dem Weg und eine Tafel informiert über diesen Felssturz im Jahr 1987, ehe man mit der Koppenrast die erste Einkehrstation dieser Runde erreicht hat.

Ein Abstecher zur Koppenbrüllerhöhle bietet eine weitere spannende Abwechslung, ehe man am Höhenweg in Richtung Obertraun die Wanderung fortsetzt. Der breite Promenadenweg schlängelt sich durch den Wald und mit Blick über Obertraun in Richtung See. Etwa auf der Höhe des Ortszentrums findet man dann die Abzweigung hinauf zur Wasserfallwand. Diesen Abstecher sollte man sich nicht entgehen lassen.

Unvermittelt steht man hoch über dem See und genießt die Aussicht. Der Wasserfall hier kann bei Trockenheit versiegen, aber das ändert sich nach Regenfällen sehr schnell wieder. Zurück geht es auf demselben Weg, dann noch kurz am Höhenweg weiter und auf Asphalt hinab zum Ausgangspunkt. Hier wartet mit dem Höllwirt eine weitere Einkehrstation auf hungrige und durstige Welterbe-Wanderer.

Sie lasen einen Auszug aus dem Buch "Genusswandern in Oberösterreich. Die schönsten Wege zu den besten Einkehrstationen" von Sabine Neuweg und Alois Peham, erschienen in der OÖN-Edition im Trauner-Verlag, 168 Seiten, 14,90 Euro

Infos zur Tour

Ausgangspunkt: Bahnhof Obertraun

Charakteristik: Leichte Wanderung auf breiten Wegen und Forststraßen. Nur am höchsten Punkt (750 Meter) bei der Wasserfallwand gibt es steile Abbrüche.

Varianten: Wer noch nicht genug hat, kann am Ostufer des Hallstättersees bis zum Bahnhof Steeg weitergehen. In die andere Richtung führt ein Weg entlang der wildromantischen Koppentraun bis nach Bad Aussee.

Einkehr: Auf halber Wegstrecke lädt das Gasthaus Koppenrast ein, in Obertraun bietet sich der Gasthof Höllwirt an.

copyright  2019
18. September 2019