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Salzkammergut

Ebensee will seine Baukultur nicht einfach verlieren

Von Edmund Brandner  11. Januar 2022 00:04 Uhr

Ebensee will seine Baukultur nicht einfach verlieren
Gasthaus zur Ebensee

EBENSEE. Initiative kämpft gegen die Bodenversiegelung und den schrittweisen Verlust historischer Bausubstanz

Die Bevölkerung von Ebensee ist zufrieden mit der Lebensqualität im Ort. Bei einer Online-Umfrage im Herbst gab es dafür im Schnitt sieben von zehn möglichen Punkten. Die bauliche Entwicklung in den vergangenen Jahren bewerteten die Befragten dagegen nur mit drei Punkten. Kritik kommt auch von Expertenseite. Der Ebenseer Architekt Andreas Zohner kritisiert seit Jahren den Verlust historischer Bausubstanz (Arbeiterhäuser, Wirtshäuser), die zunehmende Versiegelung und immer mehr Verkehr.

Nach dem umstrittenen Abriss des "Gasthauses zur Ebensee" regte Zohner einen Agenda-21-Prozess an, der in Oberösterreich einmalig ist. Ziel ist die Erarbeitung von Baukultur-Richtlinien gemeinsam mit der Bevölkerung. Dazu gab es bereits einen Architekturspaziergang im Herbst und die oben zitierte Umfrage. Nach einer Corona-Zwangspause wird jetzt am Projekt weitergearbeitet.

"Entscheidend ist, dass unsere Ergebnisse am Ende nicht in der Schublade verstauben", sagt Zohner. "Wir möchten der Politik Möglichkeiten aufzeigen, an Fördergelder heranzukommen, damit das eine oder andere auch umgesetzt werden kann. Aber auch eine Kooperation mit anderen historischen Arbeitergemeinden wie beispielsweise Laakirchen wäre sinnvoll. Baukultur ist ein wesentlicher Faktor für die lokale Identität einer Gemeinde."

Artikel von

Edmund Brandner

Lokalredakteur Salzkammergut

Edmund Brandner

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