Lade Inhalte...

Salzkammergut

Demonstration gegen Waldrodung in Gmunden

22. Mai 2022 12:26 Uhr

Rund 100 Personen nahmen an der Kundgebung auf der Esplanade Teil.

GMUNDEN. Rund 100 Personen protestierten am Samstag gegen die Errichtung eines Hotelparkplatzes bei der Toskana-Halbinsel.

Rund 100 Personen beteiligten sich am Samstag an einer Demonstration gegen die Errichtung eines Hotelparkplatzes im Wald bei der Toskana-Halbinsel. Für die 227 Stellplätze des geplanten Hotels beim Landschloss Ort müssten 5800 Quadratmeter Wald gerodet werden. Die Kritiker der Rodung fordern stattdessen, den bestehenden Toskana-Parkplatz zu verdichten oder ein Parkdeck auf ihm zu errichten. Keinesfalls dürfe weiterer Boden versiegelt oder sogar Wald geopfert werden.

Die Kundgebung wurde von der Initiative „Wald statt Parkplatz“ organisiert. Die Teilnehmer zogen vom bestehenden Toskana-Parkplatz entlang der Seepromenade bis zum Schillerplatz beim Rathaus. Unter ihnen waren auch Mandatare der Gmundner Grünen und der Neos.

Die Stadtgemeinde lässt derzeit prüfen, wie viel es die Steuerzahler kosten würde, als Alternative zum geplanten Parkplatz im Wald den bestehenden Toskana-Parkplatz zu verdichten. Die Hotelerrichter sprechen davon, dass der neue Parkplatz im Wald sie rund 900.000 Euro kosten würden. Sie wären bereit für eine alternative Lösung, würden aber nicht mehr als diese Summe beisteuern.

Doch selbst, wenn man den bestehenden Toskana-Parkplatz nur verdichten würde, sei mit deutlich höheren Kosten zu rechnen, erklären Bürgermeister Stefan Krapf (ÖVP) und Mobilitätsreferent Reinhold Kassmannhuber (ÖVP-Fraktion). Der Grund: Weil sich die Entwässerungsauflagen deutlich verschärften, müsste der Toskana-Parkplatz praktisch neu gebaut werden. Doch wie viel Geld ist die Stadt bereit, in die Hand zu nehmen?

Um eine Diskussionsgrundlage zu haben, lässt die Stadtgemeinde im Einvernehmen mit den Hotel-Projektanden die Kosten jetzt ermitteln. Die Grünen begrüßen diesen Schritt: „Das zeigt, dass es noch Chancen für eine bessere Lösung gibt“, sagt Gemeinderat Peter Grundnig.

50  Kommentare 50  Kommentare