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Salzkammergut

"Lasst den Gmundner Handel jetzt nicht im Stich!"

Von Edmund Brandner  16. November 2020 13:05 Uhr

Bürgermeister Stefan Krapf (ÖVP) bittet, mit den Weihnachtseinkäufen bis nach Ende des Lockdowns zu warten. 

GMUNDEN. Bürgermeister Stefan Krapf (ÖVP) appelliert, Weihnachtseinkäufe nicht bei Online-Giganten wie Amazon zu tätigen.

Nach dem ersten Lockdown im Frühjahr hätte das Vorweihnachtsgeschäft für viele Gmundner Handelsbetriebe ein Rettungsanker werden sollen. Ausgerechnet jetzt kam der zweite Lockdown – und die Angst ist groß, dass viele potenzielle Kunden ihre Weihnachtseinkäufe auf internationalen Online-Plattformen wie Amazon tätigen. „Die Situation ist dramatisch“, sagt Gabriel Grabner (ÖVP), Obmann des Gmundner Wirtschaftsbundes. „Wir müssen jetzt alles daransetzen, dass unsere Betriebe nicht ausbluten.“

Bürgermeister Stefan Krapf (ÖVP) appelliert an die Bevölkerung, den regionalen Handel jetzt nicht im Stich zu lassen. „Wer kann, sollte die Weihnachtseinkäufe bis nach dem geplanten Ende des Lockdowns am 7. Dezember aufschieben. Dann ist der regionale Handel wieder in Betrieb“, sagt Krapf. „Alle, die nicht so lange warten wollen, müssen aber auch nicht bei Amazon einkaufen. Auf der Website www.gmunden-stilvollshoppen.at lassen sich auch in diesen Tagen Waren unserer regionalen Händler kaufen.“

Video: Der Gmundner Bürgermeister im Interview

Stadt belohnt treue Kunden

Nach der Ankündigung des Lockdowns durch die Bundesregierung am Samstag schnürten Krapf, Finanzstadtrat Thomas Höpoltseder (ÖVP) und Wirtschaftsstadtrat Wolfgang Schlair (ÖVP) übers Wochenende ein Maßnahmenbündel zur Unterstützung des regionalen Handels. Für eine breite politische Diskussion in den Gremien habe leider keine Zeit mehr zur Verfügung gestanden, räumt das Trio ein.

Und das sind die geplanten Maßnahmen:

  • Keine Parkgebühren: Wer zwischen 7. Dezember und Weihnachten in Gmunden einkauft, erhält die Parkgebühren refundiert (bis zu 20 Euro pro Person). Dafür wird im ehemaligen Tourismusbüro beim Rathaus eine Servicestelle eingerichtet.
  • Gratisfahrkarten: Wer mit dem Bus oder der Traunseetram zum Einkaufen nach Gmunden fährt, erhält an der Servicestelle die Ticketkosten zurückerstattet.
  • Gmunden-Gutscheine: Für die ersten 1000 Einkäufe in Gmundner Geschäften (Handelsketten ausgenommen) ab 7. Dezember gibt es zwei Gmunden-Gutscheine im Wert von je zehn Euro. Auch hier erfolgt die Abrechnung in der Servicestelle.
  • Gewinnspiel: Wer zwischen 7. Dezember und Weihnachten eine Gmundner Einkaufsrechnung in der Höhe von mindestens 100 Euro abgibt, kann Einkaufsgutscheine von bis zu 1000 Euro Wert gewinnen.
  • Zustellkosten: Die Stadt übernimmt die Zustellkosten für Waren, die auf auf der Gmundner Online-Plattform www.gmunden-stilvollschoppen.at einkauft werden.

Insgesamt nimmt die Stadtgemeinde für die Maßnahmen mehrere Zehntausend Euro in die Hand. „Das Geld ist gut investiert“, sagt Krapf. „Wenn Betriebe reihenweise schließen würden, käme uns das viel teurer zu stehen.“ Das Maßnahmenpaket greift freilich nur, wenn der Lockdown tatsächlich wie angekündigt am 7. Dezember endet – und nicht verlängert werden muss.

Artikel von

Edmund Brandner

Lokalredakteur Salzkammergut

Edmund Brandner
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