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Salzkammergut

Bereits 345 Corona-Todesopfer im Salzkammergut-Klinikum

Von Edmund Brandner  29. Dezember 2021 13:09 Uhr

Stille Trauerkundgebung des Krankenhauspersonals an den drei Standorten des Salzkammergut-Klinikums

VÖCKLABRUCK, GMUNDEN, BAD ISCHL. Mit 345 Kerzen gedachte das Krankenhauspersonal den bisherigen Todesopfern der Pandemie.

Das Personal des Salzkammergut-Klinikums entzündete am Dienstagabend vor jedem der drei Standorte (Vöcklabruck, Gmunden, Bad Ischl) 345 Kerzen. Mit den Lichtermeeren gedachten die Ärzte und Pflegerinnen aller Menschen, die im Klinikum seit Ausbruch der Pandemie an oder mit Covid-19 verstarben. „Ihnen und ihren Angehörigen gilt unser tiefes Mitgefühl“, teilt das Krankenhaus in einer offiziellen Stellungnahme mit.“

2484 Corona-Infizierte mussten bisher im Klinikum behandelt werden. Da in den Bezirken Vöcklabruck und Gmunden 234.000 Menschen leben, bedeutet das, dass knapp jeder 100. Mensch in der Region wegen Covid-19 im Krankenhaus lag.

Die 345 Kerzen sind nicht nur ein Ausdruck der Betroffenheit der Mediziner, sondern auch einer gewissen Hilflosigkeit angesichts vieler Impfverweigerer. „Die Anzahl der Kerzen ist zu groß. Unnötig groß“, sagt Tilman Königswieser, der ärztliche Leiter des Salzkammergut-Klinikums. „Wir sehen es alltäglich: Covid ist zu oft eine sehr schwere Erkrankung, auch für junge Menschen. Insbesondere aber für nicht geimpfte Menschen. Trotz all unserer Anstrengungen und Bemühungen, trotz modernster Medizin und bester Pflege können wir leider sehr vielen Patienten nicht helfen.“

Der Primarius des Salzkammergut-Klinikums appelliert deshalb ein weiteres Mal: „Bitte vertrauen Sie unseren Expertinnen und Experten in den Krankenhäusern und lassen Sie sich impfen! Zum Selbstschutz und zum Schutz der Gesellschaft. Halten Sie Abstand, verwenden Sie die FFP2-Maske und achten Sie auf die Händehygiene.“

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Artikel von

Edmund Brandner

Lokalredakteur Salzkammergut

Edmund Brandner

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