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Salzkammergut

Bei Hunden zahlt man Strafe, aber bei Menschen...?

19. August 2022 00:04 Uhr

Auch auf Privatbadeplätzen wird der Wald als Toilette missbraucht. (Symbolbild)

SALZKAMMERGUT. Ein neuer, unglaublich ekelhafter Trend hält offenbar Einzug: Hingemacht wird dort, wo es gerade geht.

Laut Gesetz haben Vierbeiner-Besitzer dafür zu sorgen, dass die Hinterlassenschaften ihres Lieblings regelkonform entsorgt werden. Was für manche Hundehalter ohnedies nur zögerlich durchführbar zu sein scheint, wirkt allerdings harmlos im Vergleich zu dem, was Zweibeiner aktuell aufführen: Darmentleeren im öffentlichen Raum auf Teufel komm raus. Den Salzkammergut-Nachrichten liegen mehrere Beispiele vor.

Ein Leser aus Timelkam, der mit seinem Wohnmobil am Attersee steht, informierte uns telefonisch, dass bei diversen Privatbadeplätzen der Wald als Freilufttoilette verwendet werde. "In Zeiten, wo immer vom Umweltschutz gesprochen wird, empfinde ich das als Frechheit", so der OÖN-Leser. "Außerdem müssen Hundebesitzer, wenn sie das Geschäft ihres Hundes nicht wegräumen, Strafe zahlen. Dasselbe müsste für Menschen auch gelten." Ein wahres Wort.

Am Uferweg entlang der Ager in den Gemeinden Lenzing und Schörfling bietet sich ein ähnliches Bild: Hingemacht wird, wo es gerade lustig erscheint. Dass es sich nicht um die Hinterlassenschaften von Schwänen, Igeln, Katzen oder Hunden handelt, beweisen "benutzte" Taschentücher. Und das nicht irgendwo im unzugänglichen Gestrüpp, sondern gleich neben dem Weg.

In Gmunden derselbe unschöne Anblick und eklige Geruch entlang der Esplanade: nächtliche Darmentleerer, die nicht Struppi oder Schnurrli heißen. Es gibt da ein Lied aus den 1970er-Jahren: "Der Mensch is a …" Trete bitte jemand den Gegenbeweis an. (gs)

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